Neuanfang – Merkel muss weg, Schulz muss weg

Muss wegDas etablierte Parteiensystem funktioniert in Deutschland nicht mehr. Die veralteten Prozesse in den Parteien und die Methoden der Auswahl der Führungskräfte versagen in einer heterogenen Wählerlandschaft.  Eine stabile Regierung erreicht man nur noch in der Mitte. Die „Religionsparteien“ Grüne (wir retten die Welt und die Menschheit), FDP (wir glauben an die Macht des Geldes und dessen Freiheit), CSU (mir san mir) oder AfD (wir waren das Volk) kann man nicht in eine Koalition einbinden, die vernünftige pragmatische Politik beschließt und auch umsetzt. Die alten Führungskräfte haben bei den Jamaika Verhandlungen gezeigt, daß sie eigentlich als Führer und Manager ungeeignet sind. Da auch die zweite Riege von CDU, CSU und SPD im alten Stil politisch sozialisiert wurde, muss man sich in einem erweiterten Kreis umsehen, um neue Hoffnungsträger zu finden. Sicher ein schwieriges aber notwendiges Projekt.

Als erstes sollten die Neuen eine Begrenzung des Parlaments auf 400 Abgeordnete ohne atmenden Deckel beschließen. Das wäre ein erster Schritt um das verlorene Vertrauen der Bevölkerung wieder zu gewinnen.

Nachtrag 3.12.2017: Alleinherrscher Seehofer ist weg. Die avisierte CSU Doppelspitze mit Söder in München und Seehofer demnächst in Berlin ist wahrscheinlich noch schlimmer für Deutschland. Zwei Bayern beim Fingerhakeln in einer Lederhose!

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Finanzplan England 2017 – kein Geld für Klima und Flüchtlinge

Der AlteRegierungserklärungn sind meist Schall und Rauch. Wirklich wichtig ist eigentlich der Finanzplan. Interessant sind die Schwerpunkte der englischen Regierung u.a.

  • Bezahlbaren Wohnraum für Junge in den Ballungszentren, Bau von neuen Gartenstädten, niedrigere Grundsteuern und Gebühren sowie Baukredite
  • Verbesserung des Gesundheitssystems
  • Bekämpfung der Arbeitslosigkeit
  • Auskömmliche Löhne auch im Niedriglohnbereich
  • Hohe Investitionen in Wissenschaft und Forschung – Fokus autonome eAutomobile
  • Ausbau der Bauinfrastruktur durch Schulung von Personal
  • Förderung der Pubs im ländlichen Raum und Reduktion der Alkoholsteuer auf Sprirituosen und Bier. das hebt sicher die Stimmung in UK.

Details findet man in der Rede vonPhilip Hammond: Finanzplan UK 2017 (Autumn Budget 2017: Philip Hammond’s speech – GOV.UK)

Für den BREXIT will man 3 Milliarden Pfund (3.3 Mrd €) bereit stellen. Da ist das deutsche Müttergeld teurer. Bemerkenswert – es wird kein Geld für die Rettung Europas, des Weltklimas oder die Betreuung von Flüchtlingen ausgewiesen!

Für Deutschland liegt ein ähnlich detaillierter Finanzplan in weiter Ferne. Allerdings besteht für die britische Regierung die Gefahr, daß sie aufgelöst wird bevor die deutsche Regierung in Amt und Würde kommt. Was letzendlich von den geplanten Wohltaten umgesetzt wird steht bei beiden Regierungen in den Sternen.

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Lindner hat Recht – Deutschland braucht Veränderung

CDU/CSU hatte genügend Zeit Verantwortung für Deutschland zu übernehmen. Alle reden nur über Geld und wer am meisten für seine vermeintliche Klientel ausgeben darf. Wenn’s Geld im Beutel klingt die Seele gern zum Teufel springt. Ob die von der FDP geplanten Steuererleichterungen gut für die Bürger, für Deutschland oder nur gut für die FDP sind, wird sich zeigen. Alte Großmutterweisheit: „Bevor du etwas Gutes tust – überlege es dir dreimal!“ Dankbar für Wohltaten waren die Wähler noch nie. Sie sind aber verärgert wenn die versprochenen Wohltaten nicht ankommen. Die Bürger fordern gerne Veränderungen in der Politik wollen sie aber nicht wirklich.

Am meisten zittern aber unsere EU Partner vor Veränderungen in Deutschland. Fällt Deutschland als EU Zahlemann aus, hält wohl nichts mehr die EU zusammen. Genau das Geld wollte die Lindner FDP – irgendwo muss das Geld für die geplanten Steuererleichterungen ja herkommen. Einige weitsichtige Politiker bei der CDU haben dies erkannt und den Köder der FDP nicht angenommen. Die grundsätzliche Neuausrichtung der EU, die u.a. Bernd Lucke gefordert hat, wird damit wieder einmal vertagt.

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Klimawahndel bei ARD und ZDF

Grabung bei Pors Poulhan 2017

ARD und ZDF buhlen mit ihren Talkshows mit Emotionen um Einschaltquoten. Dabei bleiben Wahrheit und Wissenschaft gerne auf der Strecke. Mit Eifer jagt man beim Thema Klimawandel die apokalyptische Sau durch die Studios. Sicher ist, dass die Erde, genauer Nordeuropa, nach der letzten Eiszeit seit etwa 20 000 Jahren in einer Erwärmungsphase ist, bei dem die Meere um etwa 2 mm/Jahr ansteigen. Die Pegel von Nordsee und Atlantik lagen vor 10 000 Jahren etwa 20 Meter tiefer als heute.

Das kann man sehr schön bei einer Ausgrabung einer eiszeitlichen Höhle vor Audierne im Westen Frankreichs sehen. Die Höhle liegt heute auf einer Klippe am Meer. Vor 10 000 Jahren lag unter der Höhle eine fruchtbare Savanne mit vielen vierfüßigen Beutetieren. Zur selben Zeit saß die gern zitierte schwäbische Hausfrau am Feuer in ihrer Höhle auf der schwäbischen Alb, spielte in ihrer Albphilharmonie auf der Beinflöte und träumte von wärmeren Zeiten. Nun sind die Eisberge geschmolzen und die Zeiten offensichtlich wesentlich besser. Trotzdem fahren die Deutschen im Urlaub noch immer nach Süden – offensichtlich ist es ihnen noch immer zu kalt.

Der langsame, seit Jahrtausenden anhaltende Prozess der Erderwärmung soll jetzt innerhalb kürzester Zeit zum Weltuntergang führen. Zur Diskussion darüber lädt Frau Maischberger in ihre ARD Talkshow, zwei Politikerinnen, den Wettermann Kachelmann, den politischen Klimawandel Wissenschaftler Schellnhuber (PIK) und einen Jounalisten mit etwas Physik-Hintergrund als Vertreter der „Klimaleugner“. Im Vorspann werden Hurrikane, Überschwemmungen und Flächenfeuer gezeigt, die alle dem Klimawandel zu verdanken sind.

Herr Kachelmann, als Herr der Daten erklärt zunächst, daß es keine statistisch gesicherten Zusammenhänge zwischen den Unwettern und dem Klimawandel gibt. Geschickt gibt Herr Schnellhuber seine sonst immer wieder mantrahafte vorgebrachte These von den verheerenden Schäden durch den Klimawandel auf. Er weiß ja, daß Herr Kachelmann die exakten Daten hat und sagt nun für die Zukunft verheerende Schäden voraus. Er weiß ja, daß Herr Kachelmann darüber keine Daten haben kann. Herr Kachelmann lehnt sich daraufhin zufrieden zurück und greift in die Debatte nicht mehr ein. Offensichtlich ist Herr Schellnhuber für ihn kein ernsthafter Diskussionspartner.

Frau Höhn(SPD) und Frau Bär(CSU) zeigen dann in Folge, daß sie sich hauptsächlich um ihre Wählerschaft kümmern (das ist auch ihre primäre Aufgabe). Als Umweltministerin hat Frau Höhn zwar viel geredet, in Kohle gemacht, aber bei der Reduktion von CO2  nichts erreicht. Frau Bär lobt  weißblaue Autos und möchte offensichtlich ihre Wähler im Bayrischen Wald nicht verlieren, die täglich weite Strecken zur Arbeit fahren müssen. Offensichtlich wählt der Klimawandel nicht.

Gegen Schluss der Sendung läßt man den „Klimaleugner“ einige Argumente vorbringen. Das macht er aber so ungeschickt, daß man wirklich nur Mitleid mit ihm haben kann. Als er die zeitlich begrenzte Verfügbarkeit von Solar- und Windenergie vorbringt, weist ihn Schellnhuber auf einen riesigen Batteriespeicher hin, der gerade im Bau ist. Das ist bewusste Irreführung kann doch die riesige Batterie eine Stadt wie Berlin allenfalls für eine Stunde versorgen.  Der „Klimaleugner“ hat offensichtlich als Journalist eine Marktlücke gefunden. Er wird gerne zu Klimadiskussionen als Verlierer eingeladen.

Noch toller treibt es der Klimareport der ARD. Zunächst werden einige Klimakatastrophen gezeigt und alle Zweifler, die u.a. vermuten, daß die Schäden zum Großteil  durch menschliche Dummheit (z.B. ungeschützte Elektroleitung im kalifornischen Trockenwald, Abholzung der Tropenwälder, Bebaung am Strand, in Flussniederungen usw) und nicht durch den abstrakten Klimawandel verursacht wurden, pauschal als dumm bezeichnet. Raffiniert werden einige recht einfach gestrickte (CDU Abgeordneter)  „Zweifler“ gezeigt – das gehört zum Ritual der Ausgewogenheit. Im weiteren Verlauf des Films werden zwei Familien gezeigt. Die eine Familie mit drei Kindern (sehr schlecht für die CO2 Bilanz), die glücklich in ihrem teuren Ökohaus lebt (die Regale sind gefüllt mit BIO Konserven). Mama fährt mit dem Rad in den Kindergarten. Wo Papa das notwendige Geld verdient (und wahrscheinlich mit dem Auto zur Arbeitsstelle fährt) wird nicht gezeigt. Die zweite Familie sind ÖkoPlus. Sie fliegen zu entfernten Orten, um ihren Kindern zu zeigen, wie schlimm der Klimwandel für die dort lebende Bevölkerung ist. Nicht erwähnt wird wieviel sinnloses CO2 bei diesen Reisen generiert wird.

Nun ist es im Jahr 2017 zu großen Schäden durch Naturkatastrophen mit immensen Kosten gekommen. Allein die Swiss Re (Rückversicherung) musste 3.6 Milliarden an ihre Kunden (Versicherungen) zahlen. Die Swiss Re hat das aber locker weggesteckt, da in den  vergangenen Jahren keine hohen Verluste entstanden sind. Im Jahr 2016 hat man trotz Klimawandel  z.B. 3 Milliarden $ Gewinn gemacht. Eigentlich sollte man meinen, daß die Aktien der Swiss Re bei so hohen Verlusten sinken. Die Aktie ist aber gestiegen. Durch allgemeine Verunsicherung der Kunden kann man jetzt die Prämien erhöhen. Wenn nun beim Bonner Klimagipfel vorgeschlagen wird, daß für die armen vom Klimawandel betroffenen Länder eine Versicherung eingerichtet werden soll, weiß man sofort wer hier Geschäfte machen will.

Das ZDF fährt bei den Lanz Talkshows  den Klimandel emotional über Gletscher und Wildtiere (gerne Raubtiere) – ein von Greenpeace perfektioniertes Modell. In den Sendungen tauchen immer wieder ganz „tolle“ Menschen auf, die einen vom Klimawandel bedrohten Geparden 20 km zu einem Arzt tragen und so die Welt retten. Dabei werden die Tiere mehr von den deutschen Gewehren als vom deutschen CO2 bedroht. Gerne reist man mit großen ZDF Teams in entlegene Ort um dort die Folgen der Erderwärmung aufzuzeigen. Das könnte man in vielen Teilen Deutschlands viel billiger und einfacher zeigen. Die Schweine, die im Sommer in Großställen wegen zu hoher Temperaturen bei Ausfall der Ventilstoren sterben, geben emotional leider nichts her. Originalzitat eines TV Tierliebhabers „Ich könnte Menschen umbringen die Tiere quälen.“

PS Nach einem Vortrag für Führungskräfte einer Versicherung im Jahr 2003 bei dem die zukünftigen Methoden (Pervasive Computing, IoT) zur Brandverhütung aufgezeigt wurden, kam der Alterspräsident auf mich zu: „Junger Mann, Sie scheinen ja von Computern einiges zu verstehen nicht aber von Versicherungen. Für uns ist es gut wenn es ab und zu mal brennt!“ Schade, daß heute die Rauchmelder Industrie das Geschäft der Feuerversicherer bedroht. Ich habe allerdings noch nie gehört, daß die Hausversicherung gesenkt wurde nachdem Feuermelder installiert wurden. Das zeigte sich auch z.B. nach jedem Hochwasser – sofort werden die Versicherungsprämien  für alle Versicherten erhöht.

Der Klimawahndel ist zu einem riesigen Geschäft geworden, für die Verbesserung der Lebensverhältnisse der Menschen in armen Ländern, bleibt da nicht mehr viel Geld übrig. Diese vergessenen Menschen werden uns in sehr naher Zukunft aber wohl mehr Probleme bereiten als der Klimawandel.

 

 

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Warren Buffet klagt: ich zahle zu wenig Steuern

Der Trump

Warren Buffet klagt, daß er einen geringeren Steuersatz hat als seine Sekretärin. Auch alle anderen Mitstreiter in seiner Firma haben höhere Steuersätze als er obwohl bei Warren Buffet durch die Höhe seines Einkommens noch eine ganz schöne Summe für die Steuereinnehmer zusammenkommt.

Diese Ungerechtigkeit kommt u.a. dadurch zustande, dass Gewinne aus Kapitalanlagen, die länger als drei Jahre gehalten werden, nicht besteuert werden. Die Lage ist in Deutschland ähnlich. Speziell die Manager in der Finanzwirtschaft gestalten ihre Anlagen und Prämien so, daß überhaupt keine Steuern gezahlt werden müssen. Bei der von Donald Trump avisierten Änderung der Steuern in USA steht diese „Absolution“ nicht zur Diskussion. Auch unsere geplante Jamaika Regierung mit dem Finanzexperten Lindner (immerhin hat er schon mal eine Pleite hingelegt) wird dieses Thema nicht anfassen oder auf die EU Sankt Nimmerleins Bank schieben. Nur der kleine Fraumann trägt große Steuerlasten.

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Paradise – wieviel Gewinne haben Apple & Co steuerfrei gebunkert?

In einem Artikel der NY Times findet man eine schöne Aufstellung von großen US Firmen, die ihre Gewinne steuerfrei im Ausland gebunkert haben.  Beispiele in Milliarden $: Apple (236), Microsoft(146), Google (78), IBM (71), JP Morgan (38). Den größten Steuerverlust haben dabei die USA. Das scheint aber die US Regierung wenig zu kümmern solange genug Gelder in die Parteikassen gespendet werden.  In Deutschland bezahlt Apple bei 425 Millionen € Umsatz nur 11 Millionen Steuer auf die Gewinne der Apple Läden. Die Geräte werden aus Irland geliefert. Dafür bezahlen die großzügigen deutschen Apple Kunden 80 Millionen € Umsatz(Mehrwert)steuer. Die Unternehmensteuern sind offensichtlich nur Peanuts. Donald Trump ist gar nicht so dumm, wenn er die Steuer auf Unternehmensgewinne auf Null setzen will. Zum Vergleich – die Einnahmen aus der Energiesteuer (Mineralölsteuer) betrugen in Deutschland im Jahr 2016 etwa 40 Milliarden €. Durch direkte Steuern für die Endverbraucher kann der Staat mehr Einnahmen mit geringem Aufwand erzielen.

Die Aktionäre der Firmen mit hohen Gewinnen, die im Ausland steuerfrei geparkt sind, haben kein großes Interesse an der Rückführung. Diese erhöhen den Wert der Aktien. Den Kursgewinn müssen die Aktionäre auch nicht versteuern, was eigentlich nicht einseitig ist. Otto Normalverbraucher muss dagegen alle Einnahmen, die er sich mit Arbeit redlich verdient hat, mit progressiv ansteigenden Steuersätzen versteuern.

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Wie gefährlich ist eigentlich Feinstaub für die Gesellschaft?

Das Leben der Menschen in Deutschland wird durch viele Dinge bedroht z.B. durch Verkehrsunfälle z.B 3206 Tote im Jahr 2016. Die Zahl der Toten ist ziemlich genau. Der Unfalltod wird durch Protokolle der Polizei und die Totenscheine der Ärzte dokumentiert. An den Folgen des Rauchens, aktiv und passiv starben im Jahr 2016 in Deutschland etwa 121 000 Menschen (etwa 13.5% der Todesfälle)  – das verkündet die Deutsche Krebsgesellschaft. Da nur ganz wenige Raucher mit der Zigarette in der Hand sterben, ist die Zuordnung des Todesfalls zum Rauchen nicht ganz eindeutig. Eigentlich verringert sich dadurch nur die mittlere Lebenszeit (meist auch die Zahl der Lebensjahre in Rente!) der Raucher um etwa 10 Jahre. Das trifft besonders den ärmeren Teil der Bevölkerung, die mehr raucht als die Wohlhabenden. Der Staat verdient während der Lebenszeit der Raucher durch die Tabaksteuer und die Rentenversicherung nach Ableben durch Einsparung der Rente. Deshalb wird wohl das Rauchen auch nicht durch die Gesetzgebung verboten oder eingeschränkt. Die mittlere Lebenszeit bezogen auf die Gesamtbevölkerung verringert sich durch Rauchen um 49 Tage. Man kann diese Zahl als Meßgröße für die Relevanz des gesellschaftliche Relevanz des Problems betrachten. Der Bürger kann direkt auf seine Lebensqualität und Lebenserwartung Einfluß nehmen indem er nicht raucht.

Die Zahl der durch Feinstaub verursachten Todesfälle und die dadurch verlorenen Lebensjahre ist nicht einfach zu bestimmen. In der Presse (z.B.  Stuttgarter Nachrichten) wird eine Zahl von 46 000 frühzeitigen Todesfällen durch Feinstaub gehandelt. Etwa 40% sollen dabei in der Landwirtschaft anfallen. Offen bleibt aber z.B. wieviele passiv Raucher da dabei sind. Schaut man sich die Mitteilungen des Umweltbundesamtes an, so findet man keine Daten über die Zahl der Todesfälle noch die Zahl der jeweils verlorenen Lebensjahre. Es gibt keine Diagnose „Tod durch Feinstaub“ durch Ärzte. Die Todesfälle werden von Herz- und Langenkrankheiten mit dubiosen Verfahren hergeleitet. Der Bürger kann sich durch Wahl eines Arbeitsplatzes und seiner Wohnung (Einbau einer Klimaanlage mit Filter) der Gefahr durch Feinstaub entziehen. Unverständlich ist dabei, daß der Trend zum Wohnen in den größeren Städten geht, wo die Feinstaubbelastung hoch ist.

In über 90% der Fläche in Deutschland ist Feinstaub kein Problem. Es ist deshalb nicht einzusehen warum z.B. 10 Millionen ältere Dieselfahrzeuge mit hohen Kosten (sicher > 1000 €/Fahrzeug) umgerüstet werden sollen. Es ist viel billiger und effizienter, in den hoch belasteten Städten den Verkehr durch Fahrverbote an kritischen Tagen zu begrenzen. Das funktioniert sogar in USA, dem Land der Freien. Die Städte wie z.B. Stuttgart haben durch unsinnige Baumaßnahmen z.B. Blockade des Straßenbaus durch S21 und Müllverbrennung in der Stadt unzulässige Schadstoffkonzentrationen provoziert. Es ist nicht einzusehen, daß die deutschen Dieselfahrer dafür > 10 Milliarden € investieren sollen, obwohl sie gar nicht in Stuttgart oder anderen Städten fahren wollen.

Besonders ärmere Bürger sind auf billige, ältere Dieselautos angewiesen. Sie können keine 40 000 € für ein Elektroauto ausgeben oder sich wie Winfried Kretschmann von einem Fahrer in einem Luxusautomobil mit eingebauter Chemiefabrik chauffieren zu lassen.

PS Das Verbot von Dieselfahrzeugen würde in vielen ärmeren Ländern begrüßt – dort wartet man schon auf die billigen, zuverlässigen Diesel aus Deutschland, die man sicher noch 15 Jahre zur Produktion von CO2 für das Weltklima einsetzen kann.

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So billig ist CO2 Sparen – 10 000 km ohne Emissionen für 60 € im Jahr

Chinesisches eAuto 1986

Deutschland verfehlt seine Klimaziele auch wenn ein Großteil der Produktion der deutschen Firmen ins Ausland, mit dem zugehörigen CO2 Ausstoß, verlagert wurde. Als guter Bürger habe ich mir überlegt wie auch ich CO2 sparen kann. Die Experten und die Politiker empfehlen hierfür die Anschaffung eines eAutos, das mit Solarenergie vom Dach meines Hauses versorgt wird. Da ich im Jahr nur etwa 10 000 km mit dem Auto fahre, müsste das theoretisch funktionieren.

Hierfür müsste ich mindestens 80 000 € für ein neues Auto (bei der Produktion wird sehr viel CO2 produziert) und eine Solaranlage investieren – so viel müsste ja einem guten deutschen Bürger die Rettung des Planeten wert sein. Nun erreichte mich heute ein äusserst attraktives Angebot meines Stromversorgers. Wenn ich 51,60 €  im Jahr für die Umstellung von Normalstrom auf Ökostrom bezahle kann ich genau so viel CO2 sparen wie heute mein Diesel bei 10 000 km im Jahr in die Luft bläst. Für wenig Geld erhalte ich also einen CO2 Ablass und kann guten Gewissens mein Dieselfahrzeug umweltschonend 10 Jahre weiter fahren. Mit dem Feinstaub habe ich auch kein Problem – ich will gar nicht mit dem Auto z.B. nach Stuttgart fahren.

Da fragt man sich warum alle Welt auf die eAutos zur Reduktion von CO2 setzt. Offensichtlich kann man die CO2 Reduktion auch viel billiger bekommen, wenn nicht die Bürger, sondern die Energieversorger investieren. Natürlich kommt beim Bürger der Verdacht auf, daß er kollektiv von Experten und Polikern verschaukelt wird und die „Edlen“ nur hinter seinen Ersparnissen her sind.

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Neue Ideen braucht das Land – doortodoor Shuttle Service im ländlichen Raum

Bei der Bundestagswahl wurde deutlich, daß speziell die Bürger im Osten sich von Verkehrsdienstleitungen abgehängt fühlen – „keiner kümmert sich um uns“. Buslinien können im ländlichen Raum nicht wirtschaftlich betrieben werden und sind bei niedriger Frequenz nicht attraktiv. Speziell älteren Personen ist wenig geholfen wenn ein Bus von Ortsmitte zu Ortsmitte fährt.

Bereits in den 70er Jahren gab es in Teheran z.B. einen On Demand Shuttle Service. Man stellte sich einfach an die Straße und zeigte den Autofahrern ein Schild mit dem Zielort und dem Preis, den man für die Fahrt bezahlen wollte. Ein Problem war, dass viele der Autofahrer nicht lesen konnten. Intelligent aussehende Fahrgäste hatten gute Chancen als Beifahrer zu einem günstigen Preis befördert zu werden – man musste nur die Schilder lesen können. Das System funktionierte prächtig und nutzte die damals noch recht seltenen und teuren Autos sehr effizient.

Ein ähnliches DoortoDoor System führt nun die Stadt Freyung (Bayrischer Wald, CSU Bürgermeister) ein. Die Pappschilder werden natürlich durch Smartphones ersetzt. Ein interessanter Ansatz der auch für die dünnbesiedelten Gegenden im deutschen Osten interessant wäre. Auch in der CSU gibt es fortschrittliche Kräfte. Offensichtlich aber nur im Bayrischen Wald und nicht in der Parteizentrale in München.

Der ÖPNV im ländlichen Raum wäre auch ein ideales Versuchsfeld für das autonome Fahren. Hier gäbe es einen echten Mehrwert für die Nutzer und eine gute Ausnutzung z.B. für eAutos.

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SPD will weiblicher werden – geht’s noch

Nach der Wahl erkennen die SPD Politiker innerhalb von Minuten warum die SPD so schlecht abgeschnitten hat. Dabei zeigt sich ein grundlegendes Problem der Partei. Mangels einer soliden Führungs- und Kommunikationsstruktur geben die Funktionäre bei jeder sich bietenden Gelegenheit unsinnige Nachrichten in die Medien. Findet sich kein williger Reporter, dann wird a la Trump gezwitschert. Nun hat die SPD in der letzten Regierung mit Andrea Nahles den Sozialminister gestellt, der für die Sozialausgaben und mithin den größten Teil des Etats des Bundes verantwortlich ist. Gemacht hat sie daraus nichts – kein Wunder wenn dann die letzten Arbeiter das SPD Schiff verlassen. Dazu  gab es mit Barbara Hendricks eine Umweltministerin und eine Familienministerin Manuela Schwesig sowie eine Generalsekretärin. Mehr Frau geht wohl nicht. In den Medien kamen die Männer ausser „Mr. Überall“, Siegmar Gabriel kaum vor. Viel gebracht hat die Frauen Power weder bei der SPD noch bei der CDU, die ja mit den Damen Merkel und von der Leyen auch sehr stark weiblich besetzt war. Die Niederlage bei der Bundestagswahl läßt sich sicher nicht mit einem Mangel an Frauen in der Regierung erklären, sondern mit einem Mangel an Erfolgen der Regierungsmannschaften. Verwunderlich dass es keine Bewegung gibt, die eine Männerquote an Schulen fordert um die Qualität zu verbessern..

Silicon Valley ist sicher eine Vorzeigeregion für Innovation. Sehr zum Leidwesen der Gender-Ideologen sind die Macher in der Mehrheit Männer. Auf Druck der amerikanischen Regierung müssen die Firmen vermehrt Frauen einstellen obwohl, ähnlich wie in Deutschland, sich Frauen kaum für IT und Jobs mit hohem Risiko interessieren. Man stellt also bevorzugt Frauen für die Verwaltung und das Management ein, besonders wenn das Unternehmen in Schieflage kommt (z.B. HP, Yahoo, IBM u.a.) und die Techniker entlassen werden müssen.

In Kalifornien aber auch in Deutschland (Ingenieure – die Trottel der Nation)protestieren die Techniker (in USA häufig hochintelligente Immigranten ) gegen die „ungerechte“ Besetzung der Managementpositionen. Damit haben die Leistungsträger in den Firmen kaum Aufstiegschancen. Ein inkompetenter Manager kann die Leistung eines IT Entwicklungsteams durch Auswahl  der Mitarbeiter und Aktionismus stark behindern. Damit erhalten die Mitarbeiter keine Erfolgsprämien mehr für das Erreichen ihrer Ziele und sind in USA schnell entlassen. Es geht anders als in Deutschland nicht nur um das Wohlfühlklima.

„Gleiches Recht für Alle“ unabhängig von Kenntnissen, Einsatz und Ehrgeiz scheint in vielen Lebensbereichen nicht zu funktionieren. Martin Schulz hat sich wohl das falsche Thema für die Bundestagswahl ausgesucht.

Am Wahltag erhielt Angela Merkel den unverdienten Lohn und Martin Schulz die gerechte Strafe.

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