Neue Ideen braucht das Land – doortodoor Shuttle Service im ländlichen Raum

Bei der Bundestagswahl wurde deutlich, daß speziell die Bürger im Osten sich von Verkehrsdienstleitungen abgehängt fühlen – „keiner kümmert sich um uns“. Buslinien können im ländlichen Raum nicht wirtschaftlich betrieben werden und sind bei niedriger Frequenz nicht attraktiv. Speziell älteren Personen ist wenig geholfen wenn ein Bus von Ortsmitte zu Ortsmitte fährt.

Bereits in den 70er Jahren gab es in Teheran z.B. einen On Demand Shuttle Service. Man stellte sich einfach an die Straße und zeigte den Autofahrern ein Schild mit dem Zielort und dem Preis, den man für die Fahrt bezahlen wollte. Ein Problem war, dass viele der Autofahrer nicht lesen konnten. Intelligent aussehende Fahrgäste hatten gute Chancen als Beifahrer zu einem günstigen Preis befördert zu werden – man musste nur die Schilder lesen können. Das System funktionierte prächtig und nutzte die damals noch recht seltenen und teuren Autos sehr effizient.

Ein ähnliches DoortoDoor System führt nun die Stadt Freyung (Bayrischer Wald, CSU Bürgermeister) ein. Die Pappschilder werden natürlich durch Smartphones ersetzt. Ein interessanter Ansatz der auch für die dünnbesiedelten Gegenden im deutschen Osten interessant wäre. Auch in der CSU gibt es fortschrittliche Kräfte. Offensichtlich aber nur im Bayrischen Wald und nicht in der Parteizentrale in München.

Der ÖPNV im ländlichen Raum wäre auch ein ideales Versuchsfeld für das autonome Fahren. Hier gäbe es einen echten Mehrwert für die Nutzer und eine gute Ausnutzung z.B. für eAutos.

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SPD will weiblicher werden – geht’s noch

Nach der Wahl erkennen die SPD Politiker innerhalb von Minuten warum die SPD so schlecht abgeschnitten hat. Dabei zeigt sich ein grundlegendes Problem der Partei. Mangels einer soliden Führungs- und Kommunikationsstruktur geben die Funktionäre bei jeder sich bietenden Gelegenheit unsinnige Nachrichten in die Medien. Findet sich kein williger Reporter, dann wird a la Trump gezwitschert. Nun hat die SPD in der letzten Regierung mit Andrea Nahles den Sozialminister gestellt, der für die Sozialausgaben und mithin den größten Teil des Etats des Bundes verantwortlich ist. Gemacht hat sie daraus nichts – kein Wunder wenn dann die letzten Arbeiter das SPD Schiff verlassen. Dazu  gab es mit Barbara Hendricks eine Umweltministerin und eine Familienministerin Manuela Schwesig sowie eine Generalsekretärin. Mehr Frau geht wohl nicht. In den Medien kamen die Männer ausser „Mr. Überall“, Siegmar Gabriel kaum vor. Viel gebracht hat die Frauen Power weder bei der SPD noch bei der CDU, die ja mit den Damen Merkel und von der Leyen auch sehr stark weiblich besetzt war. Die Niederlage bei der Bundestagswahl läßt sich sicher nicht mit einem Mangel an Frauen in der Regierung erklären, sondern mit einem Mangel an Erfolgen der Regierungsmannschaften. Verwunderlich dass es keine Bewegung gibt, die eine Männerquote an Schulen fordert um die Qualität zu verbessern..

Silicon Valley ist sicher eine Vorzeigeregion für Innovation. Sehr zum Leidwesen der Gender-Ideologen sind die Macher in der Mehrheit Männer. Auf Druck der amerikanischen Regierung müssen die Firmen vermehrt Frauen einstellen obwohl, ähnlich wie in Deutschland, sich Frauen kaum für IT und Jobs mit hohem Risiko interessieren. Man stellt also bevorzugt Frauen für die Verwaltung und das Management ein, besonders wenn das Unternehmen in Schieflage kommt (z.B. HP, Yahoo, IBM u.a.) und die Techniker entlassen werden müssen.

In Kalifornien aber auch in Deutschland (Ingenieure – die Trottel der Nation)protestieren die Techniker (in USA häufig hochintelligente Immigranten ) gegen die „ungerechte“ Besetzung der Managementpositionen. Damit haben die Leistungsträger in den Firmen kaum Aufstiegschancen. Ein inkompetenter Manager kann die Leistung eines IT Entwicklungsteams durch Auswahl  der Mitarbeiter und Aktionismus stark behindern. Damit erhalten die Mitarbeiter keine Erfolgsprämien mehr für das Erreichen ihrer Ziele und sind in USA schnell entlassen. Es geht anders als in Deutschland nicht nur um das Wohlfühlklima.

„Gleiches Recht für Alle“ unabhängig von Kenntnissen, Einsatz und Ehrgeiz scheint in vielen Lebensbereichen nicht zu funktionieren. Martin Schulz hat sich wohl das falsche Thema für die Bundestagswahl ausgesucht.

Am Wahltag erhielt Angela Merkel den unverdienten Lohn und Martin Schulz die gerechte Strafe.

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Einzelbewerber bei der Bundestagswahl 2017 – auf verlorenem Posten

ReichstagsgebäudeBei den Bundestagswahlen hat es schon immer Einzelbewerber gegeben (Statistik seit 1949) . In den Bundestag geschafft hat es aber nach 1949 niemand mehr. Typisch erhalten Einzelbewerber nur in Ausnahmefällen mehr als 1000 Stimmen im Wahlkreis. Es handelt sich häufig um Proteststimmen gegen die ausgewählten Kandidaten im Wahlkreis. In den Ergebnislisten des Bundeswahlleiters tauchen die Einzelbewerber zwar auf, es gibt aber keinen Überblick. In einzelnen Wahlkreisen haben aber Einzelbewerber mehr Stimmen bekommen als alle Kleinstparteien zusammen, obwohl diese kostenlos Wahlwerbung im ÖR Fernsehen machen konnten.

Von Verhältnissen wie in USA, wo unabhängige Kandidaten wie Donald Trump oder Bernie Sanders von den Wählern als Kandidaten für das Präsidentenamt nominiert werden sind wir bei der Bundestagswahl weit entfernt. Die Parteien in USA haben längt eingesehen, daß ein Kandidat, der bei der Nominierung nur die Unterstützung der eigenen Parteimitg hat, keine Chance hat. Bisher haben die deutschen  Parteien die Kandidatenlisten für die Bundestagswahl fest unter der Kontrolle. So stellt man z.B. in Baden-Württemberg als Bürger verblüfft fest, daß mehr Abgeordnete aus Stuttgart in den Bundestag einziehen obwohl die Altparteien herbe Stimmenverluste hinnehmen mussten und die kleineren Parteien keinen Direktkandidaten (auch nicht Cem Özdemir) in den Bundestag schicken.  Die Stuttgarter haben sich auf den Landeslisten gegen das Umland bei der Aufstellung der Landeslisten durchgesetzt. Bei der Wahl der Bürgermeister sind aber bereits die unabhängigen  Kandidaten erfolgreicher als die Kandidaten der Parteien.

Falls es den etablierten Parteien nicht gelingt in der nächsten Legislaturperiode die wichtigsten Probleme der Bürger zufriedenstellen anzugehen, wird es wohl schwergewichtige Einzelbewerber geben. Die deutschen Bürger sind noch immer der Meinung, daß man zuerst eine Partei gründen muss bevor man politischen Einfluss im Parlament einbringen kann. Die AfD aber auch die Altpartien zeigen deutlich wie es in den Parteien zugeht. Demokratische Strukturen, Personalentwicklung und strategische Lösungsansätze findet man dort nicht. Als Unternehmen wären die Parteien längst Pleite wie es die „Möchtegern Unternehmer“ Lindner und Petry vorgemacht haben.

Frau Petry wird wohl versuchen eine Gruppe von AfD Abgeordneten als unabhängige Abgeordnete zu etablieren. Auch bei den anderen Parteien scheren immer wieder Abgeordnete aus, wenn ihre Zukunft in der Partei nicht abgesichert erscheint.

Wahlkampf in Deutschland wird in Zukunft wohl wieder spannender nachdem die „Alternative“ gegen „Aternativlos“ gepunktet hat.

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SPD tief im Dumpf

Nachdem die Wähler die SPD und ihr Spitzenkandidat Martin Schulz bei den Bundestagswahlen abgestraft haben, versucht die SPD einen Neuanfang in der Opposition. Offensichtlich hat man bei der SPD aber (ähnlich wie bei der CDU) nicht  erkannt, daß mit dem derzeitigen Spitzenpersonal kein Staat zu machen ist. Bei den Fernsehdiskussionen wurde das sehr begrenzte intellektuelle und taktische Potential von Martin Schulz sichtbar.  Ausser beim Thema Europa schien er auf keinem Feld die notwendige Kompetenz erarbeitet zu haben, welche die Wähler von einemr Regierungschef erwarten.

Geradezu kafkaesk wird es, wenn als neue Spitzenkraft und Führerin der Opposition Andrea Nahles gehandelt wird, bei der schon beim Ablesen der Papiere ihres Ministeriums deutlich wird, daß sie gar nicht versteht, warum es eigentlich geht. Wer nichts verstanden hat kann auch komplexe Sachverhalte nicht vereinfacht für die Bürger darstellen oder kritische Fragen beantworten. Die SPD hat offensichtlich noch nicht realisiert, daß ein führender Politiker nicht die Ü70 Mitglieder der Partei, sondern die potentiellen Wähler überzeugen muß. Offensichtlich will man die „Mutti Politik“ der CDU kopieren.

Ein kleiner Trost für die SPD: die CDU Mannschaft, die sich am Wahlabend im Fernsehen um und neben Angela Merkel zeigte, könnte auch für ein gehobenes Seniorenstift Werbung machen. Der Generalsekretär Tauber wirkt dabei wie ein auf modern gebürsteter Besucher, der einmal im Jahr vorbeischaut und sich wundert was die Alten so machen.

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Flüchtlinge

https://www.nzz.ch/meinung/kommentare/die-fluechtlingskosten-sind-ein-deutsches-tabuthema-ld.1316333

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Das deutsche Autokartell – etwas komplizierter als gedacht

Chinesisches eAuto 1986

Ein wesentlicher Teil des Erfolgs der deutschen Industrie beruht auf Standardisierung. Mit der deutschen Industrie Norm DIN konnte man mit standardisierten Bauteilen und Baustoffen kostengünstiger produzieren als z.B. die englische oder amerikanische Industrie. Das weltweite Telekommunikations- und Internetnetz könnte ohne Standards und Absprache der verschiedenen Lieferanten der Komponenten nicht funktionieren. Die IT Industrie (auch das Gerät auf dem dieser Beitrag gerade gelesen wird) basiert auf unzähligen Standards, die weitgehend von den Mitarbeitern der IT Firmen definiert und in Produkten eingesetzt werden. Eingriffe von Regierungen oder Kartellbehörde sind hier nur hinderlich werden aber gerne eingesetzt um die einheimische Wirtschaft zu schützen.

Die Kartellbehörden müssen aber einschreiten, wenn Preise zum Nachteil der Kunden und Lieferanten manipuliert werden oder Patente und Standards zur Marktbeherrschung eingesetzt werden. Die Grenze zwischen notwendiger technischer Zusammenarbeit und illegalen Absprachen ist nicht immer allen Beteiligten bewußt. In diesem Blog wurde schon vor einem Jahr ein Beitrag Idiotologie des deutschen Automobilkartells veröffentlicht, der auf Untätigkeit des Kartellamts hinwies. Ganz offensichtlich wurde dies von der Politik so gewollt. Der Verkehrsminister Alexander Dobrindt agiert ja als Unterstützungskasse für deutsche Automobilunternehmen und nimmt seine Aufsichtspflicht genauso nicht wahr wie der langjährige, gewesene Wirtschaftsminister Dietmar Gabriel. Auch die deutschen Bürger haben jahrzehntelang überhöhte Automobilpreise in Deutschland klaglos hingenommen und fleißig deutsche Autos gekauft.

Jetzt da die Probleme sichtbar werden, will es niemand gewesen sein. Tausende von Ingenieuren, Vertriebsleuten, Gewerkschaftlern, Managern in der Geschäftsleitung und Mitglieder der Aufsichtsräte haben den Irrsinn mitgemacht.

Die Methoden der Lenkung sind dabei subtil – Meister dieser Technik ist Ferdinand Piech. Ein Beispiel: F. Piech wollte seiner Frau ein tiefschwarz lackiertes Auto schenken (das richtige schwarz gibt es nur bei Rolls Royce!). Diesen Wunsch äussert Herr Piech ganz  nebenbei z.B. bei der Jagd. Sofort findet sich im VW Führungsteam ein „Möchtegern Aufsteiger“ der einen Business Case für einen Auto mit kohlrabenschwarzem Lack konstruiert „Darauf hat der Markt schon lange gewartet“. Ein ehrgeiziger Techniker ordnet den Bau einer Lackierstraße „Kohlschwarz“ an, die für viele Millionen aufgebaut wird und tatsächlich ein von F. Piech gewünschtes Auto produziert. Danach wird das Projekt eingestellt. Ähnlich wird es wohl mit der Dieseltechnik von Audi gelaufen sein. Niemand wagte dem göttlichen Lenker Piech zu widersprechen (auch Herr Hück von Porsche nicht!). Es ist nur richtig wenn die Belegschaft von Audi, BMW, Mercedes und VW nun die Folgen des Diesel- und Kartellskandals am eigenen Einkommen und den Karrierechancen spürt. Vielleicht finden sich dann bei der nächsten Idiotologie einige beherzte Führungskräfte die sich trauen, völligem technischem Unsinn zu widersprechen, obwohl es sie die Karriere im Konzern kostet.

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Trends analysieren mit Google Trends

 Trend Analyse mit Google 

z.B. Anzahl der Suchen nach Merkel Flüchtlinge


Offensichtlich wird Angela Merkel nicht mehr mit der Flüchtlingswelle assoziert. Eine PR  Meisterleistung. Der Beliebtheitswert steigt!

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Unabhängige Direktkandidaten in den Bundestag – Beispiel Wahlkreis 294 Ravensburg

In Deutschland haben wir keine Krise der Demokratie, sondern eine Krise der Parteien. Das Auswahlverfahren der großen Parteien spült weitgehend willfährige und wenig qualifizierte Abgeordnete ins Parlament und in die Ministerien. Typisch ist die „Erlaubnis“ der Parteiführer beim Thema „Ehe für Alle“ oder besser „Scheidung für die meisten“ , das Gewissen entscheiden zu lassen. Ich dachte daß die Abgeordneten generell gewissenhaft handeln und abstimmen.

Wie absurd das gängige Verfahren zur Auswahl der Kandidaten ist, zeigt sich bei den Details in den Wahlkreisen z.B. im Wahlkreis 294 Ravensburg.

Die Kandidaten der grösseren Parteien sind:

  • Bündnis 90/Grüne – Agnieszka Brugger, MdB, nominiert von 50 der 51 stimmberechtigten Grünen, (fast) sicherer Platz 5 auf der Landesliste
  • CDU – Axel Müller, nominiert von 793 stimmberechtigten CDU Mitgliedern, (fast) sicherer Direktkandidat) kein Platz auf der Landesliste (ein Richter der gerne ausrastet)
  • SPD – Heike Engelhardt, nominiert von 29 der 32 SPD Mitglieder, Platz 31 auf der Landesliste (aussichtslos)

Es sieht so aus, daß die Kandidaten Agnieszka Brugger(Grüne) und Axel Müller (CDU) in den Bundestag einziehen werden, egal wie die Ravensburger Bürger abstimmen. Entscheidend sind offensichtlich nur die Stimmen der Parteibrüder und -schwestern. Die Bürger haben im derzeitigen Parteiensystem keine Wahl mehr.

Nun ist es mehr als löblich daß sich in Ravensburg mit Stefan Weinert (Facebook)ein unabhängiger Direktkandidat zur Wahl stellt. Damit er überhaupt zur Wahl antreten konnte, musste Stefan Weinert 200 Stimmen von Unterstützern vorweisen. Er hat also mehr Unterstützer als die Kandidaten von SPD und Grünen zusammen!

Die etablierten Parteien scheuen unabhängige Direktkandidaten wie der Teufel das Weihwasser. Stefan Weinert wird z.B. nicht zur Podiumsdiskussion von CDU und SPD nahen Kreisen eingeladen, obwohl er wohl mehr Unterstützer als die AfD in Ravensburg hat.

Die Wähler in Ravensburg können mit ihrer Stimme für einen unabhängigen Direktkandidaten ihre Missbilligung über die Auswahl der Kandidaten für die Bundestagswahl ausdrücken. Sie müssen ihre Erststimme nicht den kleineren Übeln oder größeren Übeln von FDP oder AfD geben.

Hintergrund Landkreis 294 Ravensburg

Zur Zeit sind zwei Abgeordnete für Ravenburg im Bundestag, Waldemar Westermayer(CDU) und Agnieszka Brugger (Bündnid 90/Grüne). Im schwarzen Baden-Württemberg hat die CDU 2014 alle 38 Direktmandate gewonnen. Nur fünf Bundestagsabgeordnete zogen über die Landesliste in den Bundestag ein. Bei der Wahl 2017 werden ähnliche Verhältnisse erwartet. Die ersten 6 Plätze auf der Landesliste der CDU besetzen MdB Platzhirsche mit W. Schäuble an der Spitze. Für Waldemar Westermayer auf Platz 14 wird es mit Sicherheit nicht reichen.

Agnieska Brugger (Bündnis 90/Grüne) ist eine typische Jungpolitikerin. Sie hat verstanden dass es bei Jungpolitikern auf die Selbstdarstellung ankommt. Mit einem Lippenpiercing und rot gefärbten Haaren folgt sie dem Rezept von Claudia Roth. Auffallen ist im Politikbetrieb schon 80% der Miete. Vor lauter Engagement hat Frau Brugger  mit über 30 Jahren noch nicht einmal ihr Magisterstudium abgeschlossen, mischt aber schon kräftig u.a.  in den Arbeitskreisen für Sicherheitspolitik und im Verteidigungsausschuss mit. Das sind sicher Arbeitsgebiete, die nicht von zentraler Bedeutung im Wahlkreis Ravensburg sind. Sehr viel Lebenserfahrung kann sie wohl nicht einbringen. Als Abgeordnete ohne Berufsabschluss ist sie abhängig von ihrem Bundestagsmandat und dem Wohlwollen ihrer Parteigenossen. Auf der Landesliste der Grünen in Baden-Württemberg ist Agnieszka Brugger auf Platz 5 und kann mit einem Einzug in den Bundestag 2017 rechnen. Bei der Wahl 2014 haben es 10 Abgeordnete der Grünen in den Bundestag geschafft.

Für die SPD schafften es 20 Abgeordnete 2014 über die Landesliste aber kein Abgeordneter aus Ravensburg in den Bundestag. Auf der Landesliste 2017 der SPD finden sich bis Platz 20 nur die „alten“ MdB und zwei Neulinge –  Leni, Breymaier und Nils Schmid. Offensichtlich will der SPD Landesverband seine Vorsitzende nach Berlin abschieben und Nils Schmid bekommt einen neuen Job nachdem er sein Ministeramt abgeben musste.

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Kohl hat erkannt – Bembes regiert Deutschland und die Welt

Konrad Adenauer und Helmut Kohl hatten es relativ einfach. Die großen Ziele „Frieden in Europa“ und „Wiedervereinigung“ wurden allgemein von der Bevölkerung in Ost und West akzeptiert und war genügend komplex und genügend weit weg entfernt um dauernd hinterfragt zu werden. Die Kosten zur Verfolgung dieser „Visionen“ kosteten nicht viel. Die Kosten für Europa stiegen schleichend und selbst die deutschen Beiträge zur EU sind bis heute maßvoll und werden durch die Erleichterungen in der Wirtschaft und beim Reiseverkehr mehr als ausgeglichen. Angela Merkels ungewollte Flüchtlingshilfe kostet im Jahr etwa genauso viel wie die EU! Sicher war das keine strategisch gewollte Aktion.

Als  die Chance für die Wiedervereinigung kam, hat Kohl aber nicht lange lamentiert und hat Experten nicht durchrechnen lassen, was das ganze kostet. Die geschätzten 300 Milliarden € Kosten der Wiedervereinigung kann man heute als geniale Investition ansehen.  Die Geschichte hat Kohl auch hier recht gegeben.

In beiden Fällen hat Kohl richtig gehandelt (ist ja nur Geld“) und hohe Staatsschulden in Kauf genommen. Staatsschulden sind ja durchaus positiv, wenn sie für sinnvolle Investitionen und nicht für Geschenke an die Wähler genutzt werden.

Für die Durchsetzung dieser „Visionen“ brauchte Kohl die Unterstützung seiner Partei, die man mit breit gestreutem Bimbes für die Granden der CDU Ortsverbände sehr billig kaufen konnte. Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft auch in der Partei.

Auch Lother Späth, der Möchtegern Rivale von Kohl in der CDU, hat mit viel Schulden in Hochschulen und Bildung in Baden-Württemberg investiert – etwa 3 Milliarden €/Jahr. Auch das hat sich bezahlt gemacht. Der Wiederaufbau von Jena war ebenfalls ein sehr kluge Investition unter der Leitung von Lothar Späth. Erwin Teufel, der Sparer, hat dann die Hochschulen in Baden-Württemberg im Verein mit Kultusministerin Schavan wieder ausgebremst. Bayern liegt jetzt viel weiter vorn als Baden-Württemberg und sieht der unter einer Grün/Schwarzen Landesregierung der Krise des konventionellen Automobilbaus ohne Mut zu Neuerungen entgegen.

Das Duo Merkel/Schäuble regiert ohne großen Plan und einer Riege von Ministern ohne Schwung vor sich hin. Ereignisse wie der  Atomausstieg oder die ungeordnete Zuwanderung von Flüchtlingen kommen von außen und können dann von Verwaltern Deutschlands mit viel Aufwand und Kosten bearbeitet werden. Hinterher kann man dann sagen, daß alles alternativlos war und man selber keine Schuld hatte.

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Neue Form der Arbeit – Crowdworking in China

CHINA IC Institut 1986

Schaut man sich die Programme der größeren Parteien für die Bundestagswahl 2017 an, so findet man überall Wohltaten die man der einen oder anderen Zielgruppe von Wählern antun will. Dagegen findet man keine konkreten Vorschläge wie man Deutschlands Zukunft gestalten will. Beim Thema Arbeit gibt es wohlfeile Parole wie „Arbeit für alle“ „Niedrige Steuern für Geringverdiener (die sowieso keine Steuern zahlen)“, „Höhere Steuern für die Wähler der anderen Parteien“ usw . Dazu kommen Parolen zur Infrastruktur „Alle Grünen in die Stadt – damit wenig Landschaft verbraucht wird und die Agrarkonzerne mehr Flächen veröden können“ In der Stadt ist auch jetzt schon etwa 3 Grad wärmer als im Umland – man muß da nicht lange auf den Klimawandel warten und wird mit Stickoxyden und Feinstaub eingedeckt.

Mit  schnellen Internetverbindungen kann man viele Arbeiten auch aus ländlichen Gegenden durchführen und kann bei Bedarf emissionsfrei in die Stadt fahren und persönlichen, öffentlichen Verkehr mit autonomen Taxis nutzen.

In China wird bereits die Arbeit 5.0 erprobt. Anstatt Arbeiten in festen Strukturen mit Subunternehmen durchzuführen, werden Elemente der Arbeit z.B. Übersetzungen, Programmierung, Testen, Grafik, Erstellen von Gutachten und Dokumenten, Fallanalysen im Gesundheitswesen usw. von Fall zu Fall vergeben. Dabei sorgt eine ausgefeilte Qualitätssicherung, daß nur qualifizierte Personen mit der Arbeit betraut werden. Auch „Minijobs“ werden von qualifizierten Personen ausgeführt!

Zunächst klingt das nach einer neuen Form der Ausbeutung von Arbeitern. Wahrscheinlich ist es aber ein kluger Versuch den Mangel an Skill in einer hochspezialisierten Gesellschaft und die Vermittlungshürden für Arbeitsuchende zu überwinden. Das erfolgreiche Arbeitsamt der Zukunft sieht in Zukunft wohl anders aus als die deutsche Bundesanstalt für Arbeit.

Zumindest sollte man über neue Formen der Arbeit nachdenken.

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