Der nächste Abgasskandal – Benzinmotoren

Benz1Wer jetzt einen Benziner anstatt eines Diesels kauft, investiert in eine Russpartikelschleuder – aber keiner gibt es zu. Die hochverdichteten, „leistungsfähigen“ Benzinmotoren liefern viele feine Russpartikel, aber haben keine Russfilter. Mit neuen EU Regeln ab 2018 gibt es da Ärger. Und wieder schweigen die Autolobby, die Ingenieure und die Aufseher im Verkehrsministerium. Die heute verkauften Benzinmotoren stoßen z.B. im Kaltbetrieb bis zu 7x mehr Partikel aus, als ein Dieselmotor mit Abgasreinigung. Es gibt bereits neue  Abgasanlagen für Benziner, welche die neue EU 6c Regel erfüllen (wenn die Motorsteuerung fachgerecht programmiert wird). Die ersten Automodelle werden aber wohl erst 2017 auf den Markt kommen. Bis dahin werden wohl aber noch viele „Feinstaubschleudern“ an die ahnungslosen Kunden verkauft.

Wenn Städte wie z.B. Stuttgart die EU 5 Autos  bei Feinstaubalarm aussperren, müssen eigentlich auch Benziner ohne Partikelfilter aus den Städten verbannt werden. Da die hochverdichteten kleinen Benzinmotoren auch zunehmend in Hybrid eAutos eingebaut werden, können diese eAutos mehr Feinstaub erzeugen als moderne Dieselfahrzeuge.

Es ist zu erwarten, daß ähnlich wie bei den Dieselfahren die Meßverfahren und Normen „optimiert“ werden, um die ehrgeizigen EU Vorgaben zu erfüllen. In USA gibt es völlig andere Meßverfahren und Grenzwerte in Kalifornien und anderen Staaten. Es ist unverständlich warum die Ingenieure und ihre Berufsverbände in Deutschland nicht gegen die unsinnigen Normen Sturm laufen. Offensichtlich fühlt man sich gegen die geballten Massen der naturwissenschaftlich wenig gebildeten Umweltschützer hilflos. Natürlich kann man mit genügend Geld heute Autos bauen, die Abgase vernünftig filtern – leider steigt dabei auch der CO2 Ausstoß, den man ja auch minimieren will. Die vielen EU Bürger, die sich nur ein billiges Auto leisten können, werden in Zukunft wohl zu Fuß gehen müssen.

Das geplante TTIP Abkommen zwischen USA und der EU wird wohl keine einheitlichen Standards für Autoabgase bringen. Kalifornien ist auf diesem Gebiet unabhängig und nicht an Weisungen der Zentralregierung gebunden. Das macht durchaus Sinn, da Kalifornien durch die geographische Lage und die Besiedlung spezielle Anforderungen an die Luftreinhaltung hat. Ähnlich kümmern sich die Landwirte in Frankreich und anderswo auch in den nächsten 20 Jahren nicht um die Abgaswerte wenn sie mit ihren Altautos aufs Feld fahren.

PS Das beste Argument PRO Diesel habe ich neulich beim Friseur gehört. Ein Handelsvertreter, der im Jahr an die 100 000 km abspult, kauft nur noch Dieselfahrzeuge, nachdem ihm zwei Benziner abgebrannt sind. Dieselfahrzeuge brennen auch ( 35 000 Autobrände/Jahr in Deutschland), das Feuer breitet sich aber langsamer aus. Die Batterien der eAutos und die Fehler in Hardware und Software bei der Aufladung sind im wahrsten Sinne des Wortes auch heiße Kandidaten für Brandursachen neben den Smartphones der Autofahrer.

 

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