Wer bestimmt eigentlich was wir wollen – Klimaschutz

Berlin HdrIn Deutschland nach dem Krieg wussten die Menschen noch recht gut was sie wollten – genügend zu essen und ein Dach über dem Kopf. Damit waren schon 80% der Wünsche von 80% der Bevölkerung erfüllt. Später kamen das gute Einkommen, das eigene Haus und das eigene Auto sowie die Urlaubsreise nach Italien auf die Wunschliste. Diese Wünsche waren höchst real und die Erfüllung der Wünsche war leicht meßbar bis auf den Wunsch mit dem Himmel – aber auch von Verstorbenen hat man nie Klagen gehört.

Beim Treffen der Flüchtlinge war eine Standardfrage: „Hast du schon ein Haus“? Als dann die Standardfrage lautete „Wieviele Häuser hast Du?“, wurde es schon komplizierter.

Heute werden in der deutschen Überflussgesellschaft Wünsche auf verschiedenen  Informationskanälen vermittelt und in komplexen sozialen Prozessen etabliert. Die Deutschen wollen z.B. heute mehrheitlich daß das Weltklima gerettet und der IS ausgerottet wird. Interessant ist dabei, daß nur ganz wenige Todesfälle in Deutschland dem IS zugerechnet werden können aber  2015 im Straßenverkehr 3459 Bürger, meist durch Mitbürger, getötet wurden. Leider gibt es keine konkreten Zahlen für die Ausgaben zur IS Bekämpfung in Summe wird Deutschland wohl weniger als 1 Milliarde  € / Jahr für die Bekämpfung des IS ausgeben. Bei der Versammlung von 40 Staaten, die den IS Bekämpfen wollen, hat man sich auf einen Etat von 2 Milliarden geeinigt – außer Deutschland zahlt aber fast kein Staat ein! Ein Großteil des Geldes versickert dabei an Behörden und die Bundeswehr, die man sowieso bezahlen müßte egal was sie gerade tun. Allein in den neuen, sinnlosen Bahnhof in Stuttgart werden aber in den nächsten 5 Jahren mehr als eine Milliarde €/Jahr versenkt, obwohl die Bürger in Stuttgart den Bahnhof gar nicht wollen. Unsere Politiker nehmen die Bekämpfung des IS wohl nicht so ernst.

Weit einfacher scheint es da beim Klimaschutz zu sein. ursprünglich wollten die Bürger, daß die Atomkraftwerke in Deutschland abgeschaltet werden. Entgegen aller Unkenrufe scheint das auch ohne größere technische Probleme möglich zu sein. Die Bürger müssen dafür eben höhere Strompreise bezahlen. Das haben sie auch ohne Murren gemacht. Nun wurde von verschiedenen Interessengruppen aber der Weltuntergang durch höhere CO2 Werte auf der Welt vorhergesagt, obwohl der Einfluss von CO2 auf das Klima beim heutigen Stand der Technik nicht gemessen werden kann.

Will man den CO2 Ausstoß in Deutschland aus welchen Gründen auch immer verringern, ist die Abschaltung der Atomkraftwerke natürlich das Dümmste was man machen kann zumal die Franzosen ihre Atomkraftwerke nicht abschalten. Leider kommt der Wind in Deutschland zumeist aus Frankreich und die Gefahr der atomaren Verseuchung bei einem Unfall in einem Atomkraftwerk sinkt in Deutschland nur geringfügig. Was die Bürger wollten hat man mit den getroffenen Maßnahmen gar nicht erreicht. Das erzählen die Politiker aber auch die Mehrheit der Medien zahlenden Bürgern aber nicht.

Dafür wurde den Politikern, getrieben von gut organisierten Umweltgruppen und Wissenschaftlern, die  auf viele Forschungsgelder hoffen, Ziele für die Reduktion des CO2 Ausstoßes in Deutschland aufgedrückt. Dabei haben die Lobbyisten der Industrie dafür gesorgt, daß die größte Last dabei die Endverbraucher tragen sollen. Mit Bauvorschriften und vielen neuen Behörden wird der Bürger gezwungen, Geld für Dinge auszugeben, die er eigentlich gar nicht will. So muß z.B. die Oma, die mit 87 Jahren noch in ihrem Häuschen wohnt, eine neue Heizung installieren, obwohl der Enkel schon die Umbaupläne für das Haus (nach dem Ableben der alten Dame) in der Schublade hat. Hausbesitzer installieren Photovoltaik Anlagen in Städten obwohl die Kosten für die Instandhaltung und die jährliche Reinigung bei hoher Luftverschmutzung durch den Straßenverkehr höher sind als der Erlös von Strom, den sie ins Netz speisen.

Der Strom und andere Energie wird auch nicht billiger, wenn z.B. der Strom durch Windräder und Photovoltaik erzeugt wird. Die Energieunternehmen haben einfach ihr Businessmodell geändert. Die Verbraucher bezahlen in Zukunft hohe Preise für Windräder, Photovoltaikanlagen, die Netze und deren Unterhalt. An der Energie selbst ist durch den regulierten Markt keine genügende Rendite mehr zu erzielen. Obwohl Deutschland mehrere hundert Milliarden in den Ausbau der „erneuerbaren“ Energien gesteckt hat, führt das nur zu einer unmerklichen Verringerung des weltweiten CO2 Ausstoßes. (Zum Vergleich – in die Energieforschung investiert Deutschland etwa 240 Millionen € im Jahr!)Im Schnitt bezahlen die Deutschen 122 € um eine Tonne CO2/Jahr einzusparen. Damit hat Deutschland keine Vorbildfunktion im Klimaschutz – keine andere Nation kann sich diesen Unsinn leisten.

Der Dänische Statistiker Björn von Blomberg hat eine rechnerische Verzögerung des globalen Temperaturanstiegs durch die deutsche Energiewende von 2 Wochen errechnet. Die deutsche Energiewende ist als Maßnahme zur CO2 Reduktion ziemlich sinnlos. Es ist aber aus Sicht der Politiker ein exzellentes Programm um sinnlose Ausgaben zu verursachen und damit die Konjunktur anzukurbeln.  Laut einer Studie des Fraunhofer Instituts im Auftrag des Umweltschutz Bundesamtes (UBA)  „Beschäftigungsmotor Klimaschutz“ sollen bis 2020 bis zu 480 000 neue Arbeitsplätze in Deutschland durch unsinnige Klimaschutzmaßnahmen entstehen. Die Studie ist wie so oft reiner Unsinn. So soll z.B. die Kaufkraft der Bürger gestärkt werden, weil sie weniger Geld für Heizung und Strom ausgeben müssen. Dabei wird total vergessen, dass Bürger ja große Investitionen für die Einsparung von Energie machen müssen – meist mit Schulden. Die Mieten in „sanierten“ Wohnungen werden deshalb so erhöht werden, dass den Mietern weniger Geld bleibt. Richtig ist, daß Bau und Wartung der komplexen Energieanlagen viele unnütze Arbeitsplätze schaffen wird.

Als Vorteil wird auch gepriesen, dass Deutschland durch die Energiewende weniger Öl und Gas importieren muß. Das ist gesamtwirtschaftlich ein ziemlich dummes Argument da Deutschland bereits heute mit einem riesigen Exportüberschuss einen Teil seiner Produkte ohne reale Gegenleistung verschenkt. Viele Länder wie Rußland, Iran, Irak, Venezuela, Algerien  usw, die ihren Aufbau mit den Einnahmen aus Öl- und Gasexporten finanzieren, können bei uns dann keine Produkte mehr kaufen, werden total verarmen und ihre Bürger dann in die gut isolierten Wohnungen nach Deutschland schicken.

Will man CO2 schnell und wirksam reduzieren raten die Experten möglichst schnell den Verbrauch von Kohle weltweit einzustellen und auf Gas umzustellen. Bei der Energieerzeugung durch Gas wird 45% weniger CO2 freigesetzt als bei Kohle. Die USA haben durch die Umstellung auf Gas ihren CO2 Ausstoß gegenüber 2007 um 14% verringert. Die USA haben anders als die Deutschen ihre vereinbarten CO2 schon fast erreicht.

Unsere Umweltministerin Barbara Hendricks (Promotion über die Geschichte der Margarineindustrie am Niedrrhein)  liest offensichtlich keine wissenschaftlichen Publikationen. Nach ihren Plänen soll Gas in Deutschland bis 2050 abgeschafft werden. Ein Trost – so lange bleibt Frau Hendricks sicher nicht Umweltministerin.

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