Flüchtlinge registrieren – einfach mit Selfie-Flüchtlingsausweis

Selfie-Ausweis

Selfie-Flüchtlingsausweis

Ein zentrales Problem unserer Hilfe für Flüchtlinge ist zur Zeit die Registrierung. Keine Behörde in Deutschland ist in der Lage, verbindliche Aussagen über die Zahl der Flüchtlinge zu machen. Die Behörden sind auch nicht in der Lage die Flüchtlinge zu identifizieren, da sie meist  keine Ausweise haben. Mit den üblichen Methoden und der vorhandenen Ausrüstung schafft man die Registrierung in Deutschland einfach nicht. Die freiwilligen Helfer haben zum Teil selbst Systeme entwickelt mit denen sie sich wenigstens Überblick über die Flüchtlinge in einer Lokation verschaffen können.

Ganz anders z.B. bei Facebook. Dort registrieren sich täglich Millionen von Besuchern selbständig ohne Probleme. Für die vorläufige Registrierung von Flüchtlingen wird folgendes einfaches Verfahren für Smartphones vorgeschlagen, das innerhalb weniger Tage umgesetzt werden kann. Jeder Flüchtling hat damit sofort einen temporären Ausweis auch wenn er noch gar nicht in Deutschland ist und ist über das Smartphone erreichbar.

  1. Jeder Flüchtling schreibt mit Kugelschreiber seinen Namen auf die Rückseite eines 10 € Scheins . Anschließend wird der Schein fotografiert.
  2. Jeder Flüchtling fotografiert sich selbst (Selfie) und schickt die beiden Fotos und die Nummer des Geldscheins (im Beispiel PA3310094861) an eine zentrale Registrierungstelle.
    (Das sollte so einfach wie bei WhatsApp gehen! Ein APP dafür kann man in einer Woche erstellen)

Bei Vorlage des Selfie-Ausweises bei einer Behörde erhält der Flüchtling eine Prämie von 50 €. Der Selfie-Flüchtlingsausweis wird bei allen Hilfsmaßnahmen als positives Zeichen der Mitwirkung des Flüchtlings berücksichtigt. Die Ausstellung eines Selfie-Flüchtlingsausweises hat keinerlei rechtliche Wirkung. Dem Flüchtling entstehen durch den Ausweis nur Vorteile und keine rechtlichen Nachteile. Anders als bei „amtlichen“ Ausweisen wird damit ein Kommunikationskanal von und zum Flüchtling über das Smartphone geschaffen. Damit können kooperative Flüchtlinge viele Verfahren wie z.B. Vergabe von Terminen, Ortsnachweis, Rückmeldungen usw über das Smartphone erledigt werden. (Es ist schon seltsam, dass die Flüchtlinge ihre Smartphones extensiv für private Zwecke nutzen während die Behörden diese Infrastruktur nicht nutzen.)

Alle Flüchtlinge haben damit einen fälschungssicheren Papierausweis, den sie bei allen Behörden und freiwilligen Hilfsangeboten benutzen können lange bevor die deutschen Behörden einen Flüchtlingsausweis ausgeben können. Nur in seltenen Fällen wird eine Überprüfung mit Eingabe der Ausweis(Geldschein)-Nummer (z.B. mit Scan App) notwendig sein. Für die Überprüfung benötigt man nur ein Smartphone. Nicht kooperative Flüchtlinge ohne Ausweis können sich nicht mehr mit überlangen Verwaltungsprozessen herausreden und müssen bei allen Hilfsmaßnahmen mit Verzögerungen rechnen. Mit einem Smartphone können auch Hilfsorganisationen, Sicherheitspersonal, Arbeitgeber usw die Identität des Flüchtlings Online leicht überprüfen ohne Zugriff auf das zentrale, geschützte Register der Meldebehörden.

Natürlich wird beim Selfie-Ausweis (ähnlich wie bei Facebook) die Identität und die Herkunft anhand von Dokumenten aus dem Herkunftsland nicht überprüft. Da man in fast allen Herkunftsländern Identität und Pässe gegen Geld kaufen kann (auch in Griechenland führt der Pope das Taufregister und produziert Frührentner!), sind diese nicht viel wert. Ein Neuanfang mit einer deutschen „schwachen“ Identität ist hier allemal die bessere Lösung. In Deutschland wirklich angekommen werden die Flüchtlinge erst sein, wenn sie eine offizielle  deutsche Steuernummer erhalten. Erst dann ist ein Deutscher wirklich ein Deutscher!

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