Internet verliert gegen die Straße

KatzenjammerIn Deutschland gibt es wahrscheinlich hunderttausende Bürger, die zusätzlich zu vernünftigen Journalisten versuchen mit Beiträgen im Web die Politiker zu sinnvollem Handeln anzuregen und sie von sinnlosem, asozialem Verhalten abzubringen. Die Erfolge, die man mit Kommunikation erzielen kann, sind jedoch äusserst bescheiden.

Will man in Deutschland politisch etwa gegen die verkrusteten Strukturen der Parteien etwas erreichen, brauchen nur einige tausend, meist recht schlecht informierte Bürger auf die Straße zu gehen und laut zu pöbeln und zu schreien. Sofort erhält man die Aufmerksamkeit der Medien (die wollen ja Bilder und keine Argumente) und auch der Politiker. Beflissen ändern die Parteien den Kurs um ja nicht noch die letzen Prozente an Stimmen am rechten Rand zu verlieren. Anstatt auf sich auf die billige Polemik der Straße einzulassen, sollten verantwortungsvolle Bürger bei den Wahlen deutlich machen, daß sie mit billiger Polemik nicht zu fangen sind. Allerdings muss man sich rechtzeitig Gedanken machen, wen man eigentlich bei der nächsten Bundestagswahl als verantwortungsvoller, gemäßigter, liberaler Bürger noch wählen kann.

Die Deutschen sollten sich immer wieder bewußt werden, daß das Unglück der 12 bis 14 Millionen deutschen Flüchtlinge nach dem 2. Weltkrieg mit Aufmärschen auf der Straße begann. Gegen die Auffanglager der Flüchtlinge gab es damals keine Proteste. Man konnte ja die Lager und Baracken der Nazis inklusive ihrer hervorragenden Organisation verwenden. Die jungen Deutschen sollten sich von den noch lebenden Flüchtlingen erzählen lassen wie „freundlich“ sie von den Eingesessenen  aufgenommen wurden. Ohne den Druck der Allierten hätte es wohl nicht so gut geklappt.

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Eine Antwort zu Internet verliert gegen die Straße

  1. Na und wie freundlich wir erst bei den Islamisten aufgenommen würden

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