IT Universität ohne Professoren ist frei für Alle

MyPollock_1Das Ausbildungssystem in Frankreich hat als Ziel Titel und Zertifikate zu sammeln. Wer den Abschluss einer der Eliteinstitute geschafft hat, kann sicher sein, einen gut bezahlten Job im Staat oder in der staatlich kontrollierten Industrie zu erhalten. Bis zu seiner Rente wird er sich kein Bein ausreißen müssen. Das System versorgt zunächst einem die Kinder der Reichen ermöglicht aber wenigen Hochbegabten den Zugang in die Elite – ein paar Intelligente braucht man eben. Auch die amerikanischen Eliteschulen arbeiten mit diesem System. Auch in Deutschland gibt es für Alles und für Jeden nun Zertifikate (z.B. „Wurde erfolgreich gegen Pocken geimpft“). Die Studenten versuchen dann nach der Ausbildung eine Stelle zu erhalten und viele stellen dann fest, dass ihre Zertifikate und Titel wenig wert sind.

Xavier Niel, ein französischer Multimillionär, hat nun eine neue, revolutionäre  Eliteuniversität 42 (Siehe NYT Artikel) für die IT Ausbildung und Innovation gegründet. Man lernt in Gruppen mit „Organisatoren“ im T-Shirt – Vorlesungen von Professoren gibt es genauso wenig wie Studiengebühren. Für die Aufnahme muss man eine Aufnahmeprüfung machen . Es werden keinerlei stattlichen Zertifikate wie Abitur usw verlangt.

Das eröffnet speziell benachteiligten Hochbegabten Chancen. Das kann durchaus funktionieren. Auch der Gründer (und jetzt Multimillionär) von Twitter hatte keine abgeschlossene Ausbildung. Viele der Firmengründer in Silicon Valley haben ihr Studium nach wenigen Semestern aufgegeben.

Das Verfahren hat schon immer für neue Berufsfelder funktioniert. In den 80er Jahren fand man in den Programmierabteilungen von IBM auffallend viele ehemalige katholische Theologen (verheiratet), Geisteswissenschaftler mit abgebrochenem Studium usw. Damals hatte man bei IBM noch neue Ideen. Auf alle Fälle sollte man wenigstens über einige 42 artige Versuche in der deutschen Bildungslandschaft einmal nachdenken.

In Freiburg haben sich schon Gruppen von Schülern gebildet, die ihrer Waldorf-Schule in der Oberstufe Ade gesagt haben und sich selbst organisieren (Die Prüfung schaffen sie auch alleine). Im nächsten Schritt wird nun auch mit der Methode studiert.

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