Alternative für Deutschland sollte Organisation im Web von den Piraten lernen

Reichstag_FA2008Die Piraten haben bei ihren Webtools etwas übertrieben und sind dann an einem Übermaß an Mitgliederbeteiligung gescheitert. Die Alternative für Deutschland hat offensichtlich das eigentlich schöne Problem, dass sie die eingehenden Mitgliedsanträge nicht schnell genug bearbeiten kann. Schließlich muss man alle Mitgliedsanträge prüfen, damit die junge Partei nicht von subversiven Kräften unterwandert wird. Mit einem Faxgerät und ein paar Mitarbeitern ist man da offensichtlich nicht schnell genug. Die AfD hat offensichtlich kein effektives Web basierendes  Verwaltungssystem. Jetzt rächt sich, dass man  Angebote für den Aufbau eines kostenlosen Administrationssystems abgelehnt hat, weil man dies am Anfang personell nicht unterstützen konnte. Die Organisation der AfD wird schon jetzt hinterfragt, da jetzt die Gründung der Partei und der Landesverbände im Hauruckverfahren durchgezogen werden muss.  Das gefährdet sowohl die demokratische Legitimation als auch die Zulassung zur Wahl2013. Eine Vielzahl von Aktivitäten muss bis zur Zulassung zur Wahl initiiert und gesteuert werden. Die Vorschriften für die Aufstellung der Landeslisten sind ja ziemlich detailliert. Da die Wahlkommissionen vorwiegend mit Juristen der Altparteien besetzt sind, wird sich da manch regelwidriges Haar in der Suppe finden lassen. Jetzt rächt sich, dass die Mitglieder der AfD schon etwas älter sind und junge Leute mit Erfahrung in der IT sich offensichtlich nicht in der AfD engagieren.

Nach dem Erfolg der Werbung für die AfD kann man jetzt auch ein effizientes Verwaltungssystem nicht mehr schnell aufbauen, da jetzt schon zu viele Leute bei einem solchen Projekt mitbestimmen wollen. Hoffentlich lernt die AfD jetzt, wie dringend notwendig moderne Web basierende Systeme für die politische Arbeit einer neuen Partei sind. Auch im neuen Bundestag sollte man möglichst schnell an einer zeitgemäßen Änderung der Geschäftsordnung und der Prozesse im Bundestag arbeiten. Die etablierten Parteien haben dazu wahrscheinlich aber nicht den Mut und die Expertise in den eigenen Reihen um eine solche Entwicklung zu planen und umzusetzen. Es lebe der Hammelsprung!

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