Der Alternative für Deutschland läuft die Zeit davon

EuroDie Alternative für Deutschland erlebt gerade am eigenen Leib, wie schwierig es ist, in der deutschen Politik schnell zu handeln. Zunächst zauderte man bei der Gründung der Partei. Als nächstes Ziel strebt man jetzt an, bis Ende April in allen Bundesländern Landesverbände zu gründen. Um bei der Wahl antreten zu können, muss man aber in jedem Bundesland 2000 Unterschriften mit Wahlrecht- und Wohnsitznachweis von Unterstützern einholen und natürlich eine demokratisch legitimierte Landesliste aufstellen. Spätestens bei den Landeslisten wird ein offener Richtungsstreit ausbrechen, wie bei den anderen Parteien auch. Die zu kurz gekommenen Bundestagsaspiranten werden unter Protest zu neuen Ufern aufbrechen. Mitte Juni müssen aber alle Unterlagen bei den Wahlbeauftragten abgeliefert werden. Das wird sicher schwierig wie das Chaos der Stronach Partei in Österreich zeigt.

Sicherheitshalber sollte die AfD in aussichtsreichen Wahlkreisen Direktkandidaten nominieren. Gewinnen diese in ihrem Wahlkreis können sie in den Bundestag einziehen, wenn die AfD bundesweit die 5% Hürde nicht schafft. Hierfür braucht man keine Parteiorganisation sondern nur einen exzellenten Direktkandidaten und 200 Unterstützer (So einfach geht’s). Diese können sowohl einen Direktkandidaten als auch einen Parteivorschlag z.B. AfD unterstützen. Es sollte eigentlich keine Schwierigikten machen, in vielen Wahlkreisen 200 Unterstützer zu finden auch wenn der Bundeswahlleiter die notwendigen Formulare noch nicht freigegeben hat. (Die Formulare für die Altparteien gibt es natürlich schon!). Es besteht sogar die Gefahr, dass der Termin der Bundestagswahl verschoben werden muss, weil damit die Wahl von unabhängigen Abgeordneten durch Direktwahl unzulässig behindert wird. Allerdings dürfen die Direktkandidaten keiner Partei angehören. Falls sie sich nach der Wahl einer Partei anschließen wollen, sollten sie das aber vorher ihren Wählern mitteilen. Bei der Wahl eines Direktkandidaten können AfD Anhänger sicherstellen, dass nicht über die Landesliste Infiltranten über die AfD Listen in den Bundestag einziehen.

PS Laut deutschem Wahlgesetz kann eine Partei auch in den Bundestag einziehen, wenn sie mindestens 3 Direktmandate erringt. Dann gilt die 5% Hürde nicht!

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