Nordrhein-Westfalen klagt hatte aber Geld für Griechenland Anleihen

Wie dumm sich die „offenen Hände“ bei der Anlage von Steuergeldern verhalten, zeigt das Land Nordrhein-Westfalen. Hat NRW doch 220 Millionen €, die eigentlich zur Finanzierung der heftig ansteigenden Beamtenpensionen dienen sollten, in Griechenland Anleihen angelegt. Das Geld ist jetzt natürlich weg! Ähnlich hat die Deutsche Bank auch die Kämmerer von kleinen und großen Städten mit SWAP Geschäften abgezockt. Die Banken nutzen die niedrigen Zinsen aus, um Gemeinden, Länder und den Bund zu risikoreicheren Anlagen zu verleiten.

In USA geht das jetzt schon soweit, dass Rentenversicherer (Rentenkasse der Lehrer in Texas) ihr Geld bei einem Hedgefund anlegen, obwohl die Ergebnisse der Hedgefunds in den letzten Jahren alles andere als gut waren. Außer den Managern der Hedgefunds hat fast keiner der Anleger gut verdient. Pikanterweise waren die Manager des texanischen Rentenfonds erst kurz zuvor von diesem Hedgefund zum Rentenfond gewechselt. So baut man geschlossene Abzocksysteme!

Anstatt zu versuchen solche Geschäfte durch Steuern zu verteuern, sollte per Gesetz verboten werden, dass langfristig angelegte Kundengelder z.B. bei Lebensversicherungen diese Abzocksysteme unterstützen. Finanzinstitute sollten die Sparten für riskante Geldgeschäfte auslagern, so wie das früher einmal üblich war. Diese können dann auch Pleite gehen ohne größeren Schaden anzurichten (siehe z.B. AIG). Da würde sich so mancher privater Anleger (auch die Reichen) sehr gut überlegen, ob er sein Geld in Zockerhände geben will.  Zusätzlich sollte es nicht mehr möglich sein, Verluste aus Finanzgeschäften bei der Steuer abzusetzen. Auch im Lotto wird auf eigene Rechnung gespielt. Da die Finanzkasinos für den Unterhalt des Spielbetriebs und für die Auszahlung der Provisionen auf Gelder aus der Realwirtschaft angewiesen sind, wäre da bald Schluss mit lustig. Natürlich kämpft in Deutschland die Lobby der Banken und Versicherer mit ihren Repräsentanten aus Frankfurt, Hannover und München gegen solche Vorschläge.

Wird der Sumpf ausgetrocknet, werden sich auch die FDP Frösche andere Plätze zum Quaken suchen müssen.

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