Geschichte – Staatsbankrott Österreich ein Modell für Griechenland

Um die Scheu vor einem Staatsbankrott von Griechenland zu verlieren, sollte man sich einmal einige Situationen ansehen, bei denen Staaten bankrott gegangen sind. Außer den USA sind wohl alle Staaten schon einmal in ihrer Geschichte bankrott gegangen (die Griechen übrigens schon öfter). Die USA waren eigentlich auch schon bankrott haben sich aber durch Aufgabe des Goldstandards 1933 und Anwerfen der (Papier) Notenpresse geschickt gerettet. Ähnlichkeiten mit der jetzigen Situation sind wohl nur zufällig. Durch Wegfall des Drucks der Geldscheine sind aber heute wohl alle Schranken gefallen.

Aus der Überschuldung konnte man sich früher manchmal durch einen gewonnen Krieg retten. Da es bei jedem Krieg aber auch Verlierer gibt, gab es immer Staaten, die nach dem Krieg bankrott gingen. Meist konnten die Besiegten ihre Reparationen nicht bezahlen und die Gewinner gingen dann auch Pleite (Lose-Lose Situation). So ging es z.B. dem Kaiserreich Österreich nach dem gewonnenen Krieg gegen Napoleon’s Frankreich und so könnte es dem Gewinner des Finanzkrieges, Deutschland, auch ergehen.

Zitat Wikipedia Kaiserreich Österreich
Erst mit dem Wiener Kongress 1814/15 endeten die Kriege gegen Napoléon, die das Land wirtschaftlich schwer belastet hatten. Am 20. Februar 1811 war von Kaiser Franz I. der Staatsbankrott erklärt worden, den er in den Jahren davor mehrmals hinausschob. Der Banknotenumlauf war zu Jahresbeginn auf über eine Milliarde Gulden angewachsen, das Zehnfache der Geldmenge des Jahres 1800. Die umlaufenden Bancozettel wurden gemäß kaiserlichem Finanzpatent bis zum 31. Jänner 1812 durch neue Einlösungsscheine zu 20 Prozent des alten Nennwertes ersetzt, danach waren Bancozettel wertlos.

Die Griechen sollten also keine Scheu haben, auf dieses bewährte Mittel der Problemlösung bei der Staatsfinanzierung zurückzugreifen. Allerdings sollten sie sich auch mal die preußischen Reformen nach dem verlorenen Krieg gegen Napolen ansehen und die Krise auch als Chance begreifen, notwendige Änderungen im Innnern vorzunehmen und auch aus den Fehlern der Preußen (zu wenig Demokratie) zu lernen. Moderne Historiker sind heute der Ansicht, dass die französische Revolution und der Organisator Europas, Napoleon, eigentlich für den Wohlstand in Zentraleuropa verantwortlich sind.

Zitat Wikipedia  In den letzten Jahrzehnten verloren die preußischen Reformen der Zeit zwischen 1807 und 1815 etwas von ihrer zentralen Position in der Geschichtsdeutung des 19. Jahrhunderts. Dazu trug bei, dass die Reformen der süddeutschen Rheinbundstaaten von vielen Historikern unterdessen als ebenbürtig angesehen werden. In diesen Zusammenhang gehört auch, dass die in Bezug auf die gewerbliche und gesellschaftliche Entwicklung dynamischen Regionen Preußens bis zum Ende der napoleonischen Herrschaft entweder direkt oder indirekt zum französischen Machtbereich gehört hatten

Geld von außen ist bei Staatspleiten meist kontraproduktiv, da es notwendige Veränderungen verhindert und Korruption und Verteilungskämpfe um das leichte Geld befördert.

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