S21 – kein Verkehrskonzept für die Zukunft

Die Investition in den Tiefbahnhof aber auch die Neubaustrecke nach Ulm sind keine Investition in die Zukunft. Bei einem Verkehrskonzept für das 21. Jahrhundert in der Automobilregion Stuttgart sollte man eigentlich erwarten, dass zumindest ein Konzept für die Einbindung neuer Verkehrstechniken wie eAutomobil, Carsharing und den bedarfsgesteuerten öffentlichen Nahverkehr erstellt wird. Es gibt aber keine Planung wo und wie zukünftig die eAuto Fahrer auf die Bahn umsteigen sollen. Am Bahnhof in Stuttgart gibt es sicher keine unterirdischen Parkplätze mehr und die Flughafen ist durch die Staus auf den Fildern nicht verlässlich erreichbar. Die einzige Verbesserung kann man für einzelne Regionen beim Anschluss des Flughafens erwarten. Fakt ist aber, dass schon heute der Flughafen vorwiegend mit Bussen aus der Region bedient wird, da mit der Bahn keine attraktiven Haus zu Haus Verbindungen angeboten werden. Nun ist aber das Fliegen die ökologisch sinnloseste Art der Fortbegwegung. Die steigenden Preise für den Treibstoff der Flugzeuge und die drohende Besteuerung führt zu rasant ansteigenden Preisen und zum Rückgang des Billigtouristen Flugverkehrs. Die zeitintensiven Sicherheitskontrollen machen das Fliegen für Geschäftsleute immer weniger interessant. Videokonferenzen und Video-Telefon sind ökonomischer sowohl von der Zeit als auch von den Kosten gesehen. Der Geschäftsreiseverkehr geht also tendenziell zurück. Das kann man daran sehen, dass es immer weniger Direktverbindungen von Stuttgart aus gibt weil die Strecken nicht mehr rentabel sind.

Der Bau des Tiefbahnhofs in Stuttgart blockiert den dringend notwendigen Ausbau der Ost-West Verbindungen im Nahverkehr und verhindert auch das Tieferlegen von B27 und B14. Nur mit dem Verschwinden von B14 und B27 von der Oberfläche kann man die Kernflächen im Stuttgarter Kessel wirklich attraktiv machen.

Es ist eigentlich nicht zu verstehen, dass dieser Rückschritt der Infrastruktur und die mangelnde Zukunftsfähigkeit des S21 Plans bei der Diskussion um S21 keine Rolle spielen. Stuttgart betoniert sich mit S21 solide im Hinterwald ein.

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