Welche Rolle spielt Frau Gönner beim KKW Debakel?

Bei der Ansprache von Frau Merkel im Fernshene war schön zu sehen, wie sie nach der Aussage, dass sie als Kanzlerin, Sicherheitsmängel in deutschen KKWs nicht mit ihrem Amt als Kanzlerin verantworten könne, plötzlich erschrocken ist. Sie ahnte schon wieviel Leichen Herr Röttgen und die Umweltminister der Länder, allen voran Frau Gönner, noch im Keller hatten. Im Moment wird vereint verbal auf die japanische Atomlobby eingeschlagen, die seit Jahren Vorfälle vertuscht und geschönt hat. Bei uns ging es ja nicht viel anders zu. Speziell Frau Gönner musste vor den Wahlen und nach dem Mappus EnBW Deal alles tun, um kritische Berichte mindestens bis nach der Wahl in Baden-Württemberg zu verzögern. Hierfür war aktives Eingreifen mit erheblicher krimineller Energie (manche sagen dazu auch politischer Gestaltungswille) notwendig. Nach der Ansprache von Frau Merkel hat Frau Gönner als eine der „Lieblinge“ von Frau Merkel offensichlich sehr schnell zum Handy gegriffen und ihre Sünden gebeichtet. Ob sie dafür allerdings Absolution erhalten hat wie früher in der Klosterschule, ist wenig wahrscheinlich. Die Sünden müssen aber so gravierend sein, dass es mit drei Rosenkränzen nicht getan ist und Frau Merkel ganz gegen ihre Gewohnheiten ganz schnell gehandelt hat.

Bei der Sicherheit der alten KKWs wird vor allem von den CDU Granden gerne darauf verwiesen, dass es in Deutschland keine schweren Erdbeben gibt (was nicht stimmt) und dass es in Deutschland zumindest im Binnenland keine Tsunamis gibt (was durchaus stimmt). Die größte Gefahr der Alt-KKWs (Neckarwestheim, Biblis, Isar 1… ) sind aber wohl Materialprobleme, speziell Korrosion an Schweißnähten die einfach mit dem Alter voranschreitet. Wenn da bei einem Druckanstieg im Reaktor etwas passiert, helfen auch keine Notstromaggregate und redundante Kühlwasserpumpen.

Man sollte den Altingenieuren, die vor 40 Jahren diese KKWs geplant und gebaut haben dankbar sein, dass ihre Berechnungen der Ermüdung und der Korrosion der Materialien einen Betrieb über 40 Jahre erlaubt haben. Betriebszeiten von über 50 Jahren, wie von der CDU gewollt, haben die Ingenieure mit Sicherheit nicht eingeplant. Fragen kann man die Herren sicher nicht mehr, sie sind wohl alle auch auf Grund ihrer exponierten Arbeitsplätze schon verstorben . Jetzt haben die ahnungslosen Enkel-KKW-Experten, die Angst um ihre Arbeitsplätze haben, wohl freie Bahn. Leider haben durch die Schulreform in Baden-Württemberg die Jungpolitiker keinerlei Kenntnisse in Physik mehr. Man konnte ja mit Sport und Religion als Hauptfach im Abitur ja auch Karriere machen.

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