Schusters S21 Rosenstein Viertel – es geht schon wieder los!

So manchem S21 Gegner ist noch die Anhörung bei der „Offenen Bürgerbeteiligung“ im Jahre 1997 in Erinnerung. Dabei wurde S21 von Oberbürgermeister Schuster als unumkehrbar dargestellt und die Bürger sollten sich ein bischen anhören dürfen welche Pläne Herr Schuster und seine Baulöwen für die freiwerdenden 100 Hektar im Rosensteinviertel hatte. Als die Bürger nicht über Details sondern über Sinn und Unsinn des S21 Bahnhofs diskutieren wollten, wurden sie vom „Moderator“ Richard Reschl abgewürgt. Nach dem gleichen Schema und mit dem gleichen Moderator will Oberbürgermeister Schuster jetzt wieder vorgehen. Die Bürger sollen über die Bebauung des Rosensteinviertels ein bischen mitdiskutieren dürfen, dabei ist mal wieder nicht klar, ob Stuttgart überhaupt eine so massive, teure Bebauung mit 08/15 Klötzen in der Tallage braucht. Diese Diskussion will man bewußt wieder abwürgen. Herr Schuster hat bei seinen vielen Reisen in Europa (gibt es noch eine größere Stadt im Ausland mit der die Stadt Stuttgart kein Projekt am Laufen hat?) viele Viertel kennengelernt, die mit dem auf Kredit finanzierten Bauboom in Europe hochgezogen wurden. Wie immer kommt er aber zu spät. Die Investoren, die beliebig viel geliehenes Geld von den Staatsbanken und risikofreudigen Finanzinstituten in Beton anlegen wollen, gibt es nicht mehr (und Herr Häussler ist Pleite) . Vielleicht würde eine Besichtigung der Bauruinen und leerstehenden Betonburgen in Dublin zur Meinungsbildung beitragen.

Was Stuttgart in den nächsten 30 Jahren braucht sind keine teuren Büro- und Wohnungsbauten für die schrumpfende, vergreisende Innenstadt sondern Programme zur Schaffung attraktiver Arbeitsplätze und die Sanierung der vielen Schmuddelecken in Stuttgart. Dringend notwendig wären auch Pläne um endlich die B14 und die B27, welche die zentrale Stadt vom Rest der Stadt isolieren, wie in anderen Städten unter die Erde gebracht werden können. Da würden der Einsatz der Tunnelbohrmaschinen von Herrn Herrenknecht viel Sinn machen.  Dafür gibt es im Untergrund von Stuttgart aber wohl keinen Platz mehr – da sind jetzt außer dem Nesenbach ja die Geleise der S- und U-Bahn und in Zukunft auch noch die Geleise von Stuttgart 21. Damit hat sich die Stadt Stuttgart wohl die Zukunft für eine attraktive bürgerfreundliche Stadt verbaut.

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