Neue Wahlveranstaltung – hier sprechen nur die Bürger

Rationalist

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In England und USA entwickelt sich eine neue Art der Basisdemokratie. Bürger tun sich zusammen und laden jeweils einen Vertreter der Parteien ein. Dieser darf aber keine Rede halten, sondern muss den Bürgern zuhören. Jetzt erklären die Bürger den Politikern ihre Sicht der Dinge. Die Politiker können die erhaltenen Informationen dann in ihren Herzen bewegen und in ihre politische Arbeit einfliessen lassen. In Frankreich hat z.B. der Verband der Krankenkassen die Kandidaten für die Präsidentschaftswahl (nicht Marine Le Pen) eingeladen, ihre Pläne für die Reform der Krankenversicherung zu präsentieren.

Die Politiker brauchen um Wahlen zu gewinnen zunehmend Wähler die ihrer Partei nicht nahe stehen.  Zu den üblichen Jubelveranstaltungen der Parteien kommen nur eigene Mitglieder. Alleine damit kann man keine Wahl mehr gewinnen.

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Marode Infrastruktur im Boden sieht man nicht

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Flickwerk Muster

An den Oberflächen der Straßen und an den Brücken sieht man, daß in den letzten Jahren die Infrastruktur in Deutschland vom Bund, den Ländern, Kreisen, Städten und Gemeinden vernachlässigt wurde. Ähnlich schlimm sieht es auch unter der Erde aus. Auf vielen Straßen und Gehwegen findet man Flickwerk Muster, die anzeigen, daß hier Leitungen für Wasser, Abwasser, Gas, Strom, Telefon, Kabelfernsehen erneuert wurden. Da man immer nur kleine Abschnitte repariert, entstehen Flicken im Asphalt, die dann im nächsten Winter aufbrechen und sich schnell zu Schlaglöchern entwickeln. Die von den deutschen SUV Fahrern mit Begeisterung genutzt werden.

Zur Zeit bricht die unterirdische Infrastruktur, die in den 50er und 60er Jahren installiert wurde zusammen. Wasser- und Gasleitungen waren aus Grauguss, Abwasserleitungen aus Ton und Stromkabel waren mit Ölpapier isoliert. Diese Leitungen hätte man bereits vor Jahren ersetzen müssen. Diese Leitungen liegen aber typisch unterhalb des Kellerboden Niveaus der Häuser. Da muss man schon 3 m tief graben wenn man diese Leitungen sanieren muss. Die Sanierung eines Hausanschlusses in der Stadt kostet typisch etwa 10 000 €. Bevorzugt wird das auf die Grundgebühren mit dem Segen der Aufsichtsbehörde umgelegt.

Hauskanal

Haus Versorgungsleitungen

Nachdem die Städte ihre Infrastruktur haben verlottern lassen, hat man die Infrastruktur an private oder ausgelagerte Betriebe verkauft oder verschleudert. Die Stadt Stuttgart und andere Städte hatte sogar ihr Abwassernetz an amerikanische Investoren verkauft und dann wieder zurück geleast. Die Verträge konnten aber gekündigt werde, weil die USA ihre Steuergesetze geändert haben und Auslandsinvestitionen plötzlich uninteressant wurden. Unsere Politiker haben Glück gehabt, daß zur Zeit alle Investoren in kommunale Infrastruktur investieren wollen, da dort sichere Erträge winken. Realzinsen von 5% sind da durchaus üblich. Der Wille zur Sanierung ist ausgeprägt. Zusätzlich verspricht man den Bürgern auch noch Glasfaseranschlüsse für wirklich schnelles Internet. Leider hat man in den letzten Jahren den Tiefbau vernachlässigt, sodaß es heute nicht genügend Firmen gibt, die solche Kleinarbeiten auch ausführen können. Da hilft auch die EU weite Ausschreibung nicht. Diese Arbeiten kann man nicht mit ein paar Bauarbeitern mit Schaufeln und Pickeln erledigen. Typisch ist, daß die verbleibenden kleinen Firmen viele Aufträge annehmen, zunächst ein kleines Loch ausheben um die Arbeit gemäß Ausschreibung zu beginnen und dann zur nächsten Baustelle weiter ziehen. Dieses Verfahren wurde auch im deutschen Straßenbau über Jahrzehnte praktiziert und ist hervorragend geeignet um Staus und Umleitungen zu produzieren.

Haus Versorgung Anschlüsse

Haus Versorgung Anschlüsse

Die sogenannte Energiewende kompliziert die Erneuerung der Infrastruktur. In meiner Stadt gibt es eine Vielzahl von Versorgungsleitungen und Betreibern:
– Trinkwasser (Stadt)
– Abwasser (Stadt)
– Strom (EnBW)
– Gas (EnBW)
– Fernwärme (Städt. Eigenbetrieb)
– Telefon (Telekom)
– Kabelfernsehen (Unity Media)
– Glasfaser (TBD)

Für Heizung konkurrieren drei Anbieter und Netze für Strom, Gas und Fernwärme gegen den Kunden der ja auch noch selbst Wärme und Strom erzeugen kann. Für Kommunikation konkurrieren ebenfalls drei Festnetz-Anbieter mit Telefon, Kabel und Glasfaser. Das ist natürlich extrem unwirtschaftlich. Die Bezieher von Fernwärme gehen bereits auf die Barrikaden. Die Nutzung der Fernwärme wird von der Stadt z.B. in Neubaugebieten vorgeschrieben und ist wegen überdimensionierter Heizwerken und Heißwasserleitungen, die zudem noch schlecht isoliert und marode sind,  extrem teuer. Eine gewisse Befriedigung haben die Bürger, daß der verantwortliche Leiter des Müllheizwerks wegen Bestechlichkeit mal kurz hinter Gitter musste. Das hilft aber nicht bei den Preisen und der gewählte Bürgermeister hat jetzt mit diesem Problem nichts mehr am Hut.

Die Gasleitungen könnte man eigentlich bereits verschrotten, zumindest wenn es nach der derzeitigen Umweltministerin, Barbara Hendricks, ginge, die ja Gas komplett abschaffen will. Auch die Telefon- und Kabelinfrastruktur ist bereits alte Technologie mit der man Cloud Infrastruktur nicht effizeient nutzen kann.

Selbst bei Wasser und Abwasser gibt es Probleme. In den Großstädten wird nachverdichtet indem Gebäude aufgestockt werden. Da reicht dann häufig der Wasserdruck in den oberen Stockwerken nicht mehr. Dafür kommt das Abwasser von oben mit mehr Schwung. Beim Abwasser ist bei trockenem Wetter dank Ökotaste immer mehr Ab- und weniger -wasser in den Rohren. Bei Starkregen können die Abwasserleitungen (da liegt ja noch das Ab- aus der Trockenperiode drin) die Wasserflut von den versiegelten Plätzen nicht aufnehmen. Da das physikalische Gesetz der kommunizieren Röhren immer noch gilt, kann es da zu äusserst unangenehmen Überschwemmungen selbst in Häusern kommen, die oben am Hang liegen. Vorfälle wie der „Gruß vom Nachbarn“, der plötzlich ins Schlafzimmer eines Hauses im 1. Stock eindrang, sind aber immer noch ungewöhnlich. Einen kleinen Vorgeschmack auf diese Probleme konnte die deutsche Olympia Mannschaft in Rio erleben. Da durften man das Klopapier nicht in die Toilette, sondern musste es in das VASO werfen. Das ist auch in einigen Altstädten in Europa ein Problem.

Beim Strom gibt es ebenfalls Probleme. Das gesamte Netz ist so aufgebaut, daß Strom von Zentralen zu den Häusern verteilt wird. Es ist nicht vorgesehen daß die Häuser selbst Strom liefern. Will man Strom ins Netz einspeisen muss man sich das vom Betreiber der Leitungen natürlich gegen Gebühren genehmigen lassen. Wer als Hausbesitzer zu spät kommt, erhält wahrscheinlich keine Erlaubnis zur Einspeisung mehr. Auch die Fans von eAutos werden vom Stromnetz enttäuscht sein. Selbst mit neuen Stromleitungen (sparsam aus Aluminium und nicht mehr Kupfer) kann an einem Endverteiler Strang (typisch für 20 bis 100 Häuser) nur ein Kunde seine Autobatterie schnell laden.

Im deutschen Boden findet zur Zeit einige riesige Kapitalvernichtung und eine nachfolgende Umverteilung der Marktanteile statt. Unklar ist, wer letztendlich die Gewinner sein werden. Die Verlierer stehen auf alle Fälle schon fest – die Bürger.

Zur Lektüre von Bill Gates empfohlen: The Grid
The Fraying Wires Between Americans and Our Energy Future

Zum Trost: Die Stromversorgung in USA ist in USA total veraltet u.a. weil man sich 1895 beim Bau des Kraftwerks an den Niagara Fällen für die einheimische 110 V Technik und nicht für die ausländische 220 V Technik der deutschen Unternehmen entschieden hat! Schon damals galt „America First“ und die Öffentlichkeit wurde mit Fake News belogen.

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Der Trump – die neue Weltwährung

Die neue Weltwährung Trump

Die neue Weltwährung
Trump

Weltweit macht sich ein Gefühl breit, daß unsere derzeitige Sozial- und Wirtschaftsphilosophie für den größten Teil der Menschheit nicht zu einem Leben führt, wie man es täglich in den Medien vorgeführt bekommt. In den großen westlichen Ländern entsteht wieder ein Proletariat wie man es im 19. Jahrhundert kannte. Die Entwicklungsländer verharren im politischen Chaos. Nur wenigen Ländern gelingt eine Entwicklung, von der auch die Bevölkerung profitiert. Ganz offensichtlich versagen die Steuerungsmechanismen der Regierungen, der UNO, der WTO, Weltbank, WHO u.a.. Nur China hat es mit ungewöhnlichen autoritären und brutalen Methoden geschafft, das Bevölkerungswachstum und den Hunger zu begrenzen und eine wettbewerbsfähige Wirtschaft aufzubauen. Mit den gängigen Methoden und westlichen Werten hätte man das nie erreicht. Auf dem afrikanischen Kontinent wäre eine ähnliche Entwicklung notwendig. Durch ein „Aufbau SÜD“ Programm könnte man die Lage signifikant verbessern ähnlich wie beim „Aufbau OST“ in Deutschland, wobei das politische und wirtschaftliche System und die gesamte Verwaltung neu aufgebaut werden müsste. Der Nationalisten, die Ideologen und die Politiker in den Entwicklungsländern aber auch die „Armen“  in den potentiellen Geberländern sind zu einem solchen Schritt aber nicht bereit.

In den großen westlichen Ländern halten wenige Reiche fast unendliche Mengen an Kapital, das vorwiegend durch das Wachstum der Geldmenge (früher Drucken von Geld) geschaffen wurde, während weite Teile der Bevölkerung Existenzängste haben. Noch immer hat eine solche Situation in der Geschichte zum Kollaps der Systeme geführt. Der Anstieg des Bruttosozialprodukts und steigende Aktienkurse sind ganz offensichtlich falsche Messgrößen. Das westliche System könnte auf Jahre hinaus stabil sein, wenn es nicht die verflixten demokratischen Wahlen gäbe.

Donald Trump hat dies erkannt und den Arbeitsplatz als die neue Währung definiert. Ein TRUMP ist ein Arbeitsplatz, der eine Familie in ihrer Umgebung  ernähren kann.  Diese Definition hatte schon Karl Marx erkannt und verwendet. Donald Trump steht also in der Nachfolge von Karl Marx. Seine Schriften hat aber er, wohl wie so viele Amerikaner nie gelesen. Verblüffend ist, wie schnell der Zeitgeist vom Anstieg des DAX und des Dow Jones auf den Erfolgsmaßstab Arbeitsplatz umgeschwenkt ist. Eine respektable Leistung von Donald Trump.

Siehe auch Beiträge:

Feb 2012: Neu Denken – Kapital und Arbeit in der Dienstleistungsgesellschaft

Dez 2015:  WTO, TTIP, EU – Reichtum und Armut exportieren und importieren 

 

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Links 2017

UK Broadband Strategy http://www.computerweekly.com/news/450411489/Government-reaffirms-broadband-funding-in-Industrial-Strategy-plan

TESLA liefert Batterien für Kalifornien Netzwerk https://www.nytimes.com/2017/01/30/business/energy-environment/battery-storage-tesla-california.html?ref=automobiles

Paessler SDN StartUp 130 MA Nürnberg https://www.de.paessler.com/company/about-us/history

Arbeitsagentur Software Platform Pleite 60 Mill € http://t3n.de/news/bundesagentur-fuer-arbeit-software-796431/

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NY Times gibt Fehler in Artikeln systematisch zu – RBB nennt Quelle

NY Times Korrektur

NY Times Korrektur

Es ist ziemlich schwierig komplexe Sachverhalte zu analysieren und so zu beschreiben, daß es die „Zielgruppe“ auch versteht. Häufig sind auch die Quellen unzuverlässig oder fehlerhaft. Nun meinen viele Politiker, Journalisten, Mediagestalter, Blogger usw sie müssten die „tumben“ Bürger über Sachverhalte aufklären, die sie meist selbst nicht verstanden haben. Das trägt natürlich nicht zum Vertrauen in die Medien bei. Weist man eine seriöse deutsche Zeitung auf inhaltliche Fehler hin, so wird, man in der Regel mit einer Ausrede abgespeist. Man darf ja nicht zugeben, daß man einen Fehler gemacht hat.

Auch die New York Times, die renommierteste seriöse Zeitung in den USA, macht Fehler. Anders als viele andere Quellen gibt die NY Times jetzt aber Fehler zu und zwar direkt als Anhang zu den Artikeln in der Online Ausgabe. Da gibt es viele kleine Korrekturen aber auch kapitale Fehler in Grafiken, die den Sinn völlig entstellen. Damit erhöht die NY Times ihre Glaubwürdigkeit als zuverläassige Nachrichtenquelle und gewinnt massiv an Abonnenten (mit Hilfe auch von Herrn Trump)

Der Lohn für so viel Offenheit: die Zahl der Online Abonnenten wächst rasant an. Für die Diskussion um Fake News kann man daraus lernen. Anstatt auf der Löschung von Fake News zu bestehen, sollte man Betroffenen ein Recht auf Korrektur zeitnah direkt beim Artikel  sichern.

Beispielhaft: Auch aus Deutschland gibt es Fortschritte. Unter einem Beitrag im www.presseportal.de von Radio Berlin Brandenburg wird die Quelle der Nachricht und der Weg der Verbreitung exakt angegeben.  +++

Pressekontakt:

Rundfunk Berlin-Brandenburg
rbb Aktueller Tisch/ Hörfunkkoordination
Masurenallee 8-14 
14057 Berlin
Tel. 030-97993-30300
Telefax: +49 30 97993 30309 
koordination@rbb-online.de

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Original-Content von: Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb), übermittelt durch news aktuell

 

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Staatsmann Gabriel gegen das Goldman Sachs Trump Team

us-flagDer deutsche Laie reibt sich etwas verwundert die Augen. Donald Trump hat versprochen dem amerikanischen Mittelstand zu helfen, heuert aber bevorzugt ehemalige Mitarbeiter der Investment Bank Goldman Sachs als Minister an, die bei so ziemlich allen Finanzkrisen als Anstifter mitgemischt haben. Die EZB hat mit Herrn Draghi ja auch einen ehemaligen Goldman Sachs Mitarbeiter als Chef. Hat Donald Trump plötzlich die Herren der Wallstreet vom Saulus zu Paulus umgewandelt, die nun völlig selbstlos, den Schafen, die sie vorher z.B. beim Housing Crash geschoren, helfen wollen.

Keine Sorge, den Goldman Sachsen geht es nach wie vor ums Geld in ihrer eigenen Tasche. Die Investment Banker und die Hedge Fund Manager sitzen auf Unmengen von frisch geschaffenen „virtuellen“  Geld mit dem sie bisher spekuliert haben und dabei Unmengen an Gebühren in die eigenen Taschen gewirtschaftet haben. Den weitsichtigen ist aber klar, daß das Spiel nicht mehr lange weiter gehen kann. Das „virtuelle“ Geld sucht deshalb Anlagen in der Realwirtschaft und in der staatlichen Infrastruktur. Warren Buffet hat ja gezeigt, daß man mit Investitionen in die Realwirtschaft auch gutes Geld verdienen kann. Auch die heruntergewirtschaftete Infrastruktur in USA braucht dringend Investitionen. Da der Staat die Steuern ohne Aufstand der Wähler nicht erhöhen kann, bieten die Banker nun das „Virtuelle Geld“ zur Finanzierung an, natürlich mit hohen Gebühren (fließt sofort in die Taschen der Banker und Manager) und Zinsen, die den amerikanischen Bürgern die Altersversicherung zumindest für die nächsten Jahre sichern sollen.

Deutschland hat eigentlich keine Wahl und muß das Spiel mit der EU als Klotz am Bein mitspielen. Die deutsche „Finanzindustrie“ möchte jetzt plötzlich Straßen, Energieversorgung und Highspeed Internet Infrastruktur finanzieren obwohl die Bürger genau für diese Aufgaben dem Staat Steuern bezahlen und eigentlich nicht extra dafür zahlen wollen. Unsere Parteien machen dabei fröhlich mit. Sie geben das Geld bevorzugt für  Wohltaten an die vermeintlichen Wählergruppen aus. Irgendwo stehen ja immer Wahlen an.

Man kann erwarten, daß Rex Tillerson (Ex Goldman Sachse), der neue US Außenminister  unserem neuen Außenminister Siechmar Gabriel diese Ideen auf einem ihm gemäßen Niveau vermittelt und ihn dafür begeistert. Kommt Herr Gabriel von seiner Lehrlings-Reise mit neuem Schwung zurück, kann er seinen Ministerkollegen erklären, wie sie mit Privat&Public Partnership viel Geld ausgeben können, ohne Herrn Schäuble darum bitten zu müssen. Das Geld kann man auch sehr schnell ausgeben, weil es in keinem Etat auftaucht und nur vom Bundestag als „Verpflichtung“ abgesegnet werden muß. Bei der typischen Finanzexpertise unserer Abgeordneten ist das allenfalls ein kleiner Stolperstein aber kein wirkliches Hindernis. Herr Schäuble hat allerdings ein kleines Problem – Schulden machen ist in der Trump Ära plötzlich cool. Es sollte für Schäuble aber relativ leicht sein seine Haltung zu ändern, hat er doch während seiner Zeit als Finanzminister in der Regierung Merkel den größten Schuldenberg der Nachkriegszeit angesammelt. Es aber eine Meisterleistung von Herrn Schäuble sich als großer „Sparer“ vor dem Herrn in der Öffentlichkeit darzustellen.

02022017

 

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Wer ist mitschuldig an der Finanzkrise in Griechenland – Goldman Sachs

Tempel_RuineNachdem Donald Trump einige seine Minister von Goldman Sachs geholt hat, kann sich der Rest der Welt auf einige Tricks gefasst machen.  Bei einer 2002 von Goldman Sachs geleiteten Umschuldung wurden die Schulden Griechenlands „umstrukturiert“ wobei natürlich riesige Gebühren für Goldman Sachs kurzzeitig und mittelfristig fällig wurden. Ziel war es, die Finanzlage von Griechenland so darzustellen, daß es für einen EU Beitritt akzeptabel war und speziell Deutschland „ein Auge zudrücken konnte. Griechenland musste dafür praktisch keinen Beitrag leisten und hat bis heute sein Steuersystem nicht im Griff, mit dem die notwendigen Einnahmen erzielt werden können. Der Winner Goldman Sachs hat natürlich auch bei späteren Aktionen geholfen u.a. den Mitarbeiter Draghi als EZB Chef etabliert. Eine Meisterleistung der Öffentlichkeitsarbeit war es, den Griechen Deutschland und Frau Merkel als den wahren Schuldigen ihrer Krise zu vermitteln. More Gake News to come!

Siehe auch: Wer gab Griechenland eigentlich soviel Kredit

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Demokratie ist wenn die anderen die Mehrheit sind

de_weltSchaut man sich die Pressestimmen zur Zeit an, könnte man meinen daß Deutschland eine Großmacht ist, die der Welt auf allen Gebieten zeigt, wo es langgeht. Hier hilft ein täglicher Blick auf die Weltkarte. Zur Erinnerung, der kleine rote Punkt in der Mitte stellt Deutschland dar. Dabei ist zu beachten, daß nur bei einer Deutschland zentrischen Darstellung dieser Punkt im Mittelpunkt der Welt steht. Die Chinesen und die Amerikaner sehen das ganz anders.

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Die reichsten Männer der Welt – haben ihr Vermögen selbst verdient

Gold im TresorDie reichsten Männer der Welt haben ihr Vermögen nicht geerbt sondern mit neuen Ideen selbst erarbeitet. Die meisten haben sich aus kleinsten Verhältnissen hochgearbeitet.  Verblüffend wie viele ihr Geld mit IT Startups gemacht haben. Selbst Deutschland ist mit Hasso Plattner (Stiftung) in der Liga dabei. Fast keiner der wirklich Reichen hat sein Vermögen geerbt oder in konventionellen Geschäftsbereichen gemacht. Eines der Geheimnisse der IT Reichen ist, daß sie ihre Mitstreiter von Anfang an am Wachstum der Firmen beteiligt haben. Unternehmen, die ihre Mitarbeiter nur „alle gerecht“ entlohnen und außerordentliche Leistungen und Bereitschaft zum Risiko nicht entsprechend entlohnen („Ihre Gehaltsforderungen würden das Gehaltsgefüge unserer Firma sprengen!“) haben wohl keine Chance erfolgreiche Großunternehmen zu werden.

Es ist nur folgerichtig daß Unternehmer wie Bill Gates und Warren Buffet ihr Vermögen nicht wie üblich an ihre Nachkommen verteilen, sondern als Spenden an die Allgemeinheit geben. Nun kann man sich beklagen, daß die Bill und Melinda Gates Stiftung das Geld nicht mit Steuern an staatliche Stellen transferiert, sondern Entwicklungshilfe selbst organisiert. Effizienter als die deutsche Entwicklungshilfe ist das allemal. Lieber Gates und Buffet als Putin und Trump – auch wenn sie keine „demokratische Legitimation“ sondern nur Charakter haben. Zum Nachdenken!

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Hochkultur und Tiefkultur in Hamburg

kunsdMit Getöse hat die Prominenz in Hamburg die kulturelle Pyramide Elbphilharmonie eingeweiht, die sowohl für das Hamburger Musikleben als auch für die Bevölkerung wenig bringt. Schon beim Eröffnungskonzert wurde klar, daß viel Geld in Hardware gesteckt wurde aber kein Geld für die Software, die Musiker, vorhanden ist. Die „Weißkopfadler“ Fans der klassischen Musik benötigen zunehmend Hörgeräte und können die spezielle Akustik des neuen Rundsaals wohl kaum genießen. Es ist kaum anzunehmen, daß die Zahl der Konzertbesucher aus Hamburg drastisch ansteigt. Die Besucher werden sich von den bestehenden Sälen in die Elbphilharmonie bewegen und große finanzielle Lücken in den anderen Einrichtungen reißen.

Nimmt man an, daß an 100 Tagen etwa 1000 auswärtige Zuhörer auch in Hamburg zwei Tage übernachten, so kommt man auf etwa 200 000 Übernachtungen im Jahr.

Die „Tiefkultur“ im Hamburger Miniatur-Wunderland verzeichnete im Jahr 2016 1.4 Millionen Besucher  mit geschätzten 250 000 Übernachtungen und geschätztem 7 stelligen Umsatz für die Hamburger Wirtschaft. Das Miniatur-Wunderland wird von alt und jung, arm und reich und nicht nur von gutbetuchten Senioren besucht. Eine Attraktion fürs „Volk“! Dafür brauchte man aber keine Milliarden-Investionen der öffentlichen Hand. Letztendlich dient die Elbphilharmonie nur einer riesigen Immobilienspekulation bei der Spekulanten reich und die öffentliche Hand arm wurde. Ganz ähnlich läuft es beim Pyramidenbau S21 Bahnhof in Stuttgart.  Zumindest wird in Hamburg nicht der Verkehr in der gesamten Region behindert wie in Stuttgart. Typisch werden die großen städtischen Bauprojekte mit etwas Kultur garniert, damit die Bevölkerung nicht offen gegen die massive Bebauung und die Vernichtung der städtischen Freiräume rebelliert.

Wer wissen möchte wie eine solche Kulturpyramide nach einigen Jahren aussieht, sollte sich in das Innere der Oper in Sidney begeben und das aufregende Opera House Programm auf sich wirken lassen. Zumindest gibt es dort ab und zu einen Flohmarkt fürs Volk.

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