Das deutsche Autokartell – etwas komplizierter als gedacht

Chinesisches eAuto 1986

Ein wesentlicher Teil des Erfolgs der deutschen Industrie beruht auf Standardisierung. Mit der deutschen Industrie Norm DIN konnte man mit standardisierten Bauteilen und Baustoffen kostengünstiger produzieren als z.B. die englische oder amerikanische Industrie. Das weltweite Telekommunikations- und Internetnetz könnte ohne Standards und Absprache der verschiedenen Lieferanten der Komponenten nicht funktionieren. Die IT Industrie (auch das Gerät auf dem dieser Beitrag gerade gelesen wird) basiert auf unzähligen Standards, die weitgehend von den Mitarbeitern der IT Firmen definiert und in Produkten eingesetzt werden. Eingriffe von Regierungen oder Kartellbehörde sind hier nur hinderlich werden aber gerne eingesetzt um die einheimische Wirtschaft zu schützen.

Die Kartellbehörden müssen aber einschreiten, wenn Preise zum Nachteil der Kunden und Lieferanten manipuliert werden oder Patente und Standards zur Marktbeherrschung eingesetzt werden. Die Grenze zwischen notwendiger technischer Zusammenarbeit und illegalen Absprachen ist nicht immer allen Beteiligten bewußt. In diesem Blog wurde schon vor einem Jahr ein Beitrag Idiotologie des deutschen Automobilkartells veröffentlicht, der auf Untätigkeit des Kartellamts hinwies. Ganz offensichtlich wurde dies von der Politik so gewollt. Der Verkehrsminister Alexander Dobrindt agiert ja als Unterstützungskasse für deutsche Automobilunternehmen und nimmt seine Aufsichtspflicht genauso nicht wahr wie der langjährige, gewesene Wirtschaftsminister Dietmar Gabriel. Auch die deutschen Bürger haben jahrzehntelang überhöhte Automobilpreise in Deutschland klaglos hingenommen und fleißig deutsche Autos gekauft.

Jetzt da die Probleme sichtbar werden, will es niemand gewesen sein. Tausende von Ingenieuren, Vertriebsleuten, Gewerkschaftlern, Managern in der Geschäftsleitung und Mitglieder der Aufsichtsräte haben den Irrsinn mitgemacht.

Die Methoden der Lenkung sind dabei subtil – Meister dieser Technik ist Ferdinand Piech. Ein Beispiel: F. Piech wollte seiner Frau ein tiefschwarz lackiertes Auto schenken (das richtige schwarz gibt es nur bei Rolls Royce!). Diesen Wunsch äussert Herr Piech ganz  nebenbei z.B. bei der Jagd. Sofort findet sich im VW Führungsteam ein „Möchtegern Aufsteiger“ der einen Business Case für einen Auto mit kohlrabenschwarzem Lack konstruiert „Darauf hat der Markt schon lange gewartet“. Ein ehrgeiziger Techniker ordnet den Bau einer Lackierstraße „Kohlschwarz“ an, die für viele Millionen aufgebaut wird und tatsächlich ein von F. Piech gewünschtes Auto produziert. Danach wird das Projekt eingestellt. Ähnlich wird es wohl mit der Dieseltechnik von Audi gelaufen sein. Niemand wagte dem göttlichen Lenker Piech zu widersprechen (auch Herr Hück von Porsche nicht!). Es ist nur richtig wenn die Belegschaft von Audi, BMW, Mercedes und VW nun die Folgen des Diesel- und Kartellskandals am eigenen Einkommen und den Karrierechancen spürt. Vielleicht finden sich dann bei der nächsten Idiotologie einige beherzte Führungskräfte die sich trauen, völligem technischem Unsinn zu widersprechen, obwohl es sie die Karriere im Konzern kostet.

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Trends analysieren mit Google Trends

 Trend Analyse mit Google 

z.B. Anzahl der Suchen nach Merkel Flüchtlinge


Offensichtlich wird Angela Merkel nicht mehr mit der Flüchtlingswelle assoziert. Eine PR  Meisterleistung. Der Beliebtheitswert steigt!

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Unabhängige Direktkandidaten in den Bundestag – Beispiel Wahlkreis 294 Ravensburg

In Deutschland haben wir keine Krise der Demokratie, sondern eine Krise der Parteien. Das Auswahlverfahren der großen Parteien spült weitgehend willfährige und wenig qualifizierte Abgeordnete ins Parlament und in die Ministerien. Typisch ist die „Erlaubnis“ der Parteiführer beim Thema „Ehe für Alle“ oder besser „Scheidung für die meisten“ , das Gewissen entscheiden zu lassen. Ich dachte daß die Abgeordneten generell gewissenhaft handeln und abstimmen.

Wie absurd das gängige Verfahren zur Auswahl der Kandidaten ist, zeigt sich bei den Details in den Wahlkreisen z.B. im Wahlkreis 294 Ravensburg.

Die Kandidaten der grösseren Parteien sind:

  • Bündnis 90/Grüne – Agnieszka Brugger, MdB, nominiert von 50 der 51 stimmberechtigten Grünen, (fast) sicherer Platz 5 auf der Landesliste
  • CDU – Axel Müller, nominiert von 793 stimmberechtigten CDU Mitgliedern, (fast) sicherer Direktkandidat) kein Platz auf der Landesliste (ein Richter der gerne ausrastet)
  • SPD – Heike Engelhardt, nominiert von 29 der 32 SPD Mitglieder, Platz 31 auf der Landesliste (aussichtslos)

Es sieht so aus, daß die Kandidaten Agnieszka Brugger(Grüne) und Axel Müller (CDU) in den Bundestag einziehen werden, egal wie die Ravensburger Bürger abstimmen. Entscheidend sind offensichtlich nur die Stimmen der Parteibrüder und -schwestern. Die Bürger haben im derzeitigen Parteiensystem keine Wahl mehr.

Nun ist es mehr als löblich daß sich in Ravensburg mit Stefan Weinert (Facebook)ein unabhängiger Direktkandidat zur Wahl stellt. Damit er überhaupt zur Wahl antreten konnte, musste Stefan Weinert 200 Stimmen von Unterstützern vorweisen. Er hat also mehr Unterstützer als die Kandidaten von SPD und Grünen zusammen!

Die etablierten Parteien scheuen unabhängige Direktkandidaten wie der Teufel das Weihwasser. Stefan Weinert wird z.B. nicht zur Podiumsdiskussion von CDU und SPD nahen Kreisen eingeladen, obwohl er wohl mehr Unterstützer als die AfD in Ravensburg hat.

Die Wähler in Ravensburg können mit ihrer Stimme für einen unabhängigen Direktkandidaten ihre Missbilligung über die Auswahl der Kandidaten für die Bundestagswahl ausdrücken. Sie müssen ihre Erststimme nicht den kleineren Übeln oder größeren Übeln von FDP oder AfD geben.

Hintergrund Landkreis 294 Ravensburg

Zur Zeit sind zwei Abgeordnete für Ravenburg im Bundestag, Waldemar Westermayer(CDU) und Agnieszka Brugger (Bündnid 90/Grüne). Im schwarzen Baden-Württemberg hat die CDU 2014 alle 38 Direktmandate gewonnen. Nur fünf Bundestagsabgeordnete zogen über die Landesliste in den Bundestag ein. Bei der Wahl 2017 werden ähnliche Verhältnisse erwartet. Die ersten 6 Plätze auf der Landesliste der CDU besetzen MdB Platzhirsche mit W. Schäuble an der Spitze. Für Waldemar Westermayer auf Platz 14 wird es mit Sicherheit nicht reichen.

Agnieska Brugger (Bündnis 90/Grüne) ist eine typische Jungpolitikerin. Sie hat verstanden dass es bei Jungpolitikern auf die Selbstdarstellung ankommt. Mit einem Lippenpiercing und rot gefärbten Haaren folgt sie dem Rezept von Claudia Roth. Auffallen ist im Politikbetrieb schon 80% der Miete. Vor lauter Engagement hat Frau Brugger  mit über 30 Jahren noch nicht einmal ihr Magisterstudium abgeschlossen, mischt aber schon kräftig u.a.  in den Arbeitskreisen für Sicherheitspolitik und im Verteidigungsausschuss mit. Das sind sicher Arbeitsgebiete, die nicht von zentraler Bedeutung im Wahlkreis Ravensburg sind. Sehr viel Lebenserfahrung kann sie wohl nicht einbringen. Als Abgeordnete ohne Berufsabschluss ist sie abhängig von ihrem Bundestagsmandat und dem Wohlwollen ihrer Parteigenossen. Auf der Landesliste der Grünen in Baden-Württemberg ist Agnieszka Brugger auf Platz 5 und kann mit einem Einzug in den Bundestag 2017 rechnen. Bei der Wahl 2014 haben es 10 Abgeordnete der Grünen in den Bundestag geschafft.

Für die SPD schafften es 20 Abgeordnete 2014 über die Landesliste aber kein Abgeordneter aus Ravensburg in den Bundestag. Auf der Landesliste 2017 der SPD finden sich bis Platz 20 nur die „alten“ MdB und zwei Neulinge –  Leni, Breymaier und Nils Schmid. Offensichtlich will der SPD Landesverband seine Vorsitzende nach Berlin abschieben und Nils Schmid bekommt einen neuen Job nachdem er sein Ministeramt abgeben musste.

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Kohl hat erkannt – Bembes regiert Deutschland und die Welt

Konrad Adenauer und Helmut Kohl hatten es relativ einfach. Die großen Ziele „Frieden in Europa“ und „Wiedervereinigung“ wurden allgemein von der Bevölkerung in Ost und West akzeptiert und war genügend komplex und genügend weit weg entfernt um dauernd hinterfragt zu werden. Die Kosten zur Verfolgung dieser „Visionen“ kosteten nicht viel. Die Kosten für Europa stiegen schleichend und selbst die deutschen Beiträge zur EU sind bis heute maßvoll und werden durch die Erleichterungen in der Wirtschaft und beim Reiseverkehr mehr als ausgeglichen. Angela Merkels ungewollte Flüchtlingshilfe kostet im Jahr etwa genauso viel wie die EU! Sicher war das keine strategisch gewollte Aktion.

Als  die Chance für die Wiedervereinigung kam, hat Kohl aber nicht lange lamentiert und hat Experten nicht durchrechnen lassen, was das ganze kostet. Die geschätzten 300 Milliarden € Kosten der Wiedervereinigung kann man heute als geniale Investition ansehen.  Die Geschichte hat Kohl auch hier recht gegeben.

In beiden Fällen hat Kohl richtig gehandelt (ist ja nur Geld“) und hohe Staatsschulden in Kauf genommen. Staatsschulden sind ja durchaus positiv, wenn sie für sinnvolle Investitionen und nicht für Geschenke an die Wähler genutzt werden.

Für die Durchsetzung dieser „Visionen“ brauchte Kohl die Unterstützung seiner Partei, die man mit breit gestreutem Bimbes für die Granden der CDU Ortsverbände sehr billig kaufen konnte. Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft auch in der Partei.

Auch Lother Späth, der Möchtegern Rivale von Kohl in der CDU, hat mit viel Schulden in Hochschulen und Bildung in Baden-Württemberg investiert – etwa 3 Milliarden €/Jahr. Auch das hat sich bezahlt gemacht. Der Wieraufbau von Jena war ebenfalls ein sehr kluge Investition unter der Leitung von Lothar Späth. rwin Teufel, der Sparer, hat dann die Hochschulen in Baden-Württemberg im Verein mit Kultusminiterin Schavan wieder ausgebremst. Bayern liegt jetzt viel weiter vorn als Baden-Württemberg. und sieht der unter einer Grün/Schwarzen Landesregierung der Krise des konventionellen Automobilbaus ohne Mut zu Neuerungen entgegen.

Das Duo Merkel/Schäuble regiert ohne großen Plan und einer Riege von Ministern ohne Schwung vor sich hin. Ereignisse wie der  Atomausstieg oder die ungeordnete Zuwanderung von Flüchtlingen kommen von außen und können dann von Verwaltern Deutschlands mit viel Aufwand und Kosten bearbeitet werden. Hinterher kann man dann sagen, daß alles alternativlos war und man selber keine Schuld hatte.

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Neue Form der Arbeit – Crowdworking in China

CHINA IC Institut 1986

Schaut man sich die Programme der größeren Parteien für die Bundestagswahl 2017 an, so findet man überall Wohltaten die man der einen oder anderen Zielgruppe von Wählern antun will. Dagegen findet man keine konkreten Vorschläge wie man Deutschlands Zukunft gestalten will. Beim Thema Arbeit gibt es wohlfeile Parole wie „Arbeit für alle“ „Niedrige Steuern für Geringverdiener (die sowieso keine Steuern zahlen)“, „Höhere Steuern für die Wähler der anderen Parteien“ usw . Dazu kommen Parolen zur Infrastruktur „Alle Grünen in die Stadt – damit wenig Landschaft verbraucht wird und die Agrarkonzerne mehr Flächen veröden können“ In der Stadt ist auch jetzt schon etwa 3 Grad wärmer als im Umland – man muß da nicht lange auf den Klimawandel warten und wird mit Stickoxyden und Feinstaub eingedeckt.

Mit  schnellen Internetverbindungen kann man viele Arbeiten auch aus ländlichen Gegenden durchführen und kann bei Bedarf emissionsfrei in die Stadt fahren und persönlichen, öffentlichen Verkehr mit autonomen Taxis nutzen.

In China wird bereits die Arbeit 5.0 erprobt. Anstatt Arbeiten in festen Strukturen mit Subunternehmen durchzuführen, werden Elemente der Arbeit z.B. Übersetzungen, Programmierung, Testen, Grafik, Erstellen von Gutachten und Dokumenten, Fallanalysen im Gesundheitswesen usw. von Fall zu Fall vergeben. Dabei sorgt eine ausgefeilte Qualitätssicherung, daß nur qualifizierte Personen mit der Arbeit betraut werden. Auch „Minijobs“ werden von qualifizierten Personen ausgeführt!

Zunächst klingt das nach einer neuen Form der Ausbeutung von Arbeitern. Wahrscheinlich ist es aber ein kluger Versuch den Mangel an Skill in einer hochspezialisierten Gesellschaft und die Vermittlungshürden für Arbeitsuchende zu überwinden. Das erfolgreiche Arbeitsamt der Zukunft sieht in Zukunft wohl anders aus als die deutsche Bundesanstalt für Arbeit.

Zumindest sollte man über neue Formen der Arbeit nachdenken.

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Public Private Partnership – keine gute Idee

Landauf landab springen Gemeinden, Städte, Länder und der Bund auf den Public Private Partnership Plan auf obwohl man inzwischen sehen kann, dass dieser Zug offensichtlich längst abgefahren ist. Weltweit gibt es kaum Beispiele, dass mit diesem Konzept staatliche Infrastruktur durch billigere und bessere private Infrastruktur ersetzt werden kann. Abschreckende Beispiele wie die Bahnen in England gibt es zuhauf. Beispiele PPP NYT

Selbst der Laie kann erkennen, dass der Staat Geld billiger und in beliebiger Menge zur Zeit leihen kann. Das Projektmanagement machen ja sowieso Privatfirmen.

Private Firmen wollen keine langfristigen Projekte unterstützen und kurzfristig lukrativen ROI sehen. Das muss der Bürger dann direkt und sofort bezahlen.

Herr Dobrindt hängt mit seinen Autobahnplänen am Gängelband der deutschen Versicherungsindustrie. Die Sozialwohnungen wurden überall entsozialisiert. Der Bürger fragt sich dann zu Recht warum er noch Steuern zahlen muss.

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Übernimmt Tesla demnächst Opel

Benz AutoDer Möchtegern-Autobauer TESLA stellt im Moment fest wie gross der Sprung vom Bau von Prototypen zur Fertigung von grossen Stückzahlen ist. Knowhow in der Fertigung, Beschaffung und Zusammenarbeit mit Lieferanten kann man nicht einfach aus dem amerikanischen Boden stampfen. Opel wäre für TESLA der ideale Übernahmekandidat. Opel Chef Thomas Neumann hat ja bereits versucht Opel als eAuto Hersteller zu positionieren. Das kam bei den PSA Chefs in Frankreich nicht gut an. Man hat bereits eigene Pläne. In Europa finden sich keine Geldgeber für ein „a dabei“ Unternehmen wie Opel. Die US Investoren gehen da wesentlich lockerer mit dem vielen Geld um, das von der FED an glückliche Spekulanten verteilt wird. Spekulation mit PSA Aktien lohnt sich wahrscheinlich nicht mehr. Die Karten sind längst verteilt.

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Deutschland schläft und marschiert nicht

Wndeplatte

Zeit der Wende

In Frankreich hat die Bevölkerung bereits erkannt dass die Altparteien zwar Probleme im Staat verursachen aber wesentliche Probleme nicht lösen können. In Deutschland ist die Lage sicher noch nicht kritisch. Ob man die nächsten vier Jahre mit der drohenden schwarz-roten Weiter-So-Regierung weiter wursteln kann ist allerdings nicht sicher. Deutschland vertraut noch der Führerin. Wie lange noch?

Wahrscheinlich hat die „Sitzerin“ Angela Merkel aber wieder Glück. Vom Gespann Merkel/chäuble gingen keine Initiativen für die notwendige Veränderung der EU aus. Macron wird, wenn er es schafft Frankreich ähnlich zu reformieren wie in Deutschland Gerhard Schröder, sicher Änderungen vorschlagen. Angela Merkel brauct dann die Vorschläge nur ein bischen modifizieren und braucht sich selbst keine Gedanken um die Zukunft machen – die kommt ja sowieso.

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Deutschland 2016 Weltmeister beim Kapitalexport – wo bleibt das Geld

Geld InternationalBeim Geld gilt in Deutschland noch die alte Regel der Neureichs „Geld hat man aber man spricht nicht darüber“. Die Deutschen sind ganz besonders stolz auf ihren Weltmeistertitel im  Export, den man sich 2016 wieder von China zurückgeholt hat. ( Deutschland + 297 Mrd $, China + 245 Mrd $, USA – 478 Mrd $). Den wenigsten Deutschen ist aber bewußt, daß mit einem Exportüberschuss ein Kapitalabfluß verbunden ist. Aus Deutschland sind 2016 297 Mrd $ abgeflossen. Der Bundeshaushalt 2016 hatte im Vergleich dazu einen Umfang von 316 Mrd € etwa 350 Mrd $. Der deutsche Leistungsüberschuss beträgt etwa 8.6% der Jahreswirtschaftsleistung. Deutschland und China haben fleißig gearbeitet während u.a. die USA als „Happy Consumer“ und einige EU Lönder für die Abnahme des Geldes gesorgt haben.

Nun haben die Deutschen ihre Waren nicht einfach verschenkt. Mit dem im Ausland verdienten Geld wurden für 21 Mrd $ Investitionen im Ausland gemacht und für 225 Mrd $ ausländische Aktien gekauft und Darlehen an gute und schlechte Schuldner vergeben, die sich mit dem geliehenen Geld einen schönen Tag machen.  Griechenland läßt grüßen.

Die Chinesen kaufen mit ihrem im Ausland verdienten Geld z.B. deutsche Unternehmen auf und investieren in Infrastruktur im Ausland z.B. in Afrika. Interessant wäre nun zu wissen wo das von den Deutschen im Export erwirtschaftete Kapital gelandet ist. Mit Sicherheit sind die Wege sehr verschlungen und viele Finanzdienstleister und Spekulanten werden daran verdient haben. Nimmt man optimistisch an, daß man 50% des verliehenen Geldes irgendwann einmal zurückbekommt, dann bleiben noch 50% des Geldes übrig, daß wir erarbeitet und an Nassauer verschenkt haben. Deshalb ist Deutschland mit Angela Merkel als führender Geldgeber in der Welt so beliebt.

Dieses Thema Der Fluch des guten Geldes möchte man mit aller Gewalt aus dem Wahlkampf heraushalten. Da werden sich die Rentner aber freuen wenn sie weiterhin mit 65 in Rente gehen können, das Kapital für die Renten aber von den Freunden in der EU und aller Welt fröhlich ausgegeben wurde. Keine Angst – vor der Wahl wird Finanzminister Schäuble keine Verluste bekanntgeben.

Die Jungwähler haben noch nicht verstanden, daß mit dem exzessiven Kapitalexport wenig in hochwertige Arbeitsplätze in Deutschland investiert wird. Für Investitionen und Geschenke im Ausland gibt es aber offensichlich Kapital im Überfluss. Beispiel: Daimler baut in Sindelfingen eine „Fabrik für Automobilfabriken“ natürlich für den Export auf. Diese in Serie gefertigten Fabriken werden natürlich im Ausland mit billigen Arbeitskräften betrieben, die an den Bändern in Sindelfingen ausgebildet werden. Die Steuerung und die Logistik der Fabriken wird in Deutschland mit der Industrie 4.0 Infrastruktur gesteuert, sodaß auch „unterentwickelte“ Länder hochwertige Produkte fertigen können.

Letzendlich werden dann deutsche Autos nach Deutschland importiert. Deutsche Autos kauft man dann in China, USA, Ungarn, Tschechien usw und der deutsche Exportüberschuss verschwindet. Der kleine Gewinn selbst bei 10% Gewinnmarge, der dann bei der Daimler AG in Deutschland anfällt, spielt dann keine Rolle. Amerikanische Firmen wie Apple, Google, Amazon usw mit > 50% Gewinnmarge haben ihre Fabriken schon längt nicht mehr in USA. Das iPhone wird nicht aus USA exportiert sondern aus Südkorea in die USA  importiert. Die Software von Microsoft kommt für die EU aus Irland. Macht dann die Theorie der Volkswirtschaftler mit den Maßzahlen für Export und Import noch Sinn? Die richtige Meßlatte wäre wohl ob die Wirtschaft eines Landes genügend Geld und/oder Arbeitsplätze generiert, die den Bürgern ein auskömmliches Leben erlaubt. Auch in Deutschland gibt es inzwischen Bürger, die gerne auf einen Arbeitsplatz verzichten würden, wenn sie ähnlich alimentiert werden wie unsere Beamten. Dafür könnte man das Geld aus dem Exportüberschuss verwenden.

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Termine für unabhängige Direktkandidaten

 

Juni 2017 200 + Unterschriften von Unterstützern auf Formblatt vom          Kreiswahlleiter sammeln.

15. Juni 2017

  • Direktkandidatur beim zuständigen Einwohnermeldeamt formlos anzeigen.
    Termin für die Prüfung der Unterschriften schriftlich bestätigen lassen.

30. Juni 2017

  • 200 + Unterschriften auf Formblätern und/oder Liste für Prüfung durch das Einwohnermeldeamt bereit halten. (empfohlen Personal Ausweis Nummer registrieren)

15. Juli 2017 etwa.

  • Der Termin wird etwa Anfang Juni vom Kreiswahlleiter festgesetzt und veröffentlicht
    (Beispiel Wahlkreis 260 Böblingen)
  • Abgabe aller Wahlunterlagen beim Wahlleiter des Wahlkreises

Detaillierte Anleitung siehe: Als freier Direktkandidat in den Bundestag – so geht’s 2017 https://freieabgeordnete.wordpress.com/2013/04/01/als-freier-direktkandidat-in-den-bundestag-so-gehts/

Inzwischen gibt es einige Initiativen in Deutschland, die unabhängige Direktkandidaten unterstützen. Meist versucht man aber nicht gezielt einige Wahlkreise gezielt zu gewinnen, sondern nur auf die Mißstände bei der Auswahl der Kandidaten hinzuweisen.

Neue Debatte Frischer Wind in den Bundestag u.a. mit Bürger Wahlkommite,
Liste der Bürgerkomitees in den Wahlkreisen zur Auswahl der Kandidaten

1000  unabhängige Direktkandidaten bei der Bundestagswahl 2017

 

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